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Wegen geistiger Behinderung : Oberstes Gericht hebt Todesurteil gegen Häftling aus Texas auf

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Richterin Ruth Bader Ginsburg sagt, Texas habe „nicht zufriedenstellend begründet, warum er in anderen Zusammenhängen aktuelle medizinische Standards für die Beurteilung intellektuellen Unvermögens anwendet, sich aber an überholte Standards klammert, wenn das Leben eines Individuums auf dem Spiel steht“. Bild: AP

In Texas werden mit Abstand die meisten Todeskandidaten in Amerika hingerichtet. Der Staat klammert sich dabei an überholte medizinische Standards, wie das Oberste Gericht jetzt urteilte.

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          Das Oberste Gericht von Amerika hat das Todesurteil gegen einen wegen Mordes angeklagten Texaner aufgehoben. Bei der Verurteilung des heute 57 Jahre alten Bobby Moore hätten sich die Richter in Texas auf überholte Standards für geistige Behinderung bezogen, erklärte der Supreme Court am Dienstag. Der Fall wurde an die unteren Instanzen zurückverwiesen.

          Richterin Ruth Bader Ginsburg erklärte bei der Urteilsverkündung, Texas könne bei einem Todesurteil nicht auf veraltete Standards verweisen. Der Bundesstaat habe „nicht zufriedenstellend begründet, warum er in anderen Zusammenhängen aktuelle medizinische Standards für die Beurteilung intellektuellen Unvermögens anwendet, sich aber an überholte Standards klammert, wenn das Leben eines Individuums auf dem Spiel steht“. Das Urteil des Obersten Gerichts fiel fünf zu drei aus. Drei Richter stimmten für die Aufrechterhaltung der Todesstrafe in diesem Fall.

          Moore hatte 1980 als Jugendlicher bei einem Raubüberfall einen Mitarbeiter eines Lebensmittelgeschäfts erschossen. Seine Anwälte argumentierten, er sei noch mit 13 Jahren nicht in der Lage gewesen sei, die Uhr zu lesen oder die Wochentage zu unterscheiden. In Texas werden mit Abstand die meisten Todeskandidaten in Amerika hingerichtet

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