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Lückenlose Aufklärung : NRW-Fraktionen beschließen Untersuchungsausschuss im Fall Lügde

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Eine Polizeibeamtin trägt einen sichergestellten Monitor aus der abgesperrten Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald in Lügde. Bild: dpa

Eine „lückenlose Aufklärung“ – das versprechen die Landtagsfraktionen aus Nordrhein-Westfalen im Kindesmissbrauchsfall Lügde und haben sich auf eine Untersuchungskommission geeinigt.

          Kurz vor dem Beginn des Prozesses zum massenhaften Kindesmissbrauch in Lügde haben sich Regierungs- und Oppositionsfraktionen im Landtag von Nordrhein-Westfalen auf die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses geeinigt. Das gaben CDU, FDP, SPD und Grüne am Dienstag bekannt. Vorausgegangen war ein zähes Ringen um einen gemeinsamen Antrag.

          „Dieser Untersuchungsausschuss soll alle Umstände des massenhaften Kindermissbrauchs lückenlos aufklären“, erklärten die vier Fraktionsvorsitzenden. „Das sind wir den Opfern und deren Angehörigen schuldig.“ Es sei wichtig und notwendig, nun auch parlamentarisch mit der Aufarbeitung zu beginnen. Das Landtagsplenum soll den Ausschuss am Mittwoch offiziell einsetzen.

          Der Ausschuss soll Fehlverhalten auf allen mit den Vorgängen befassten Ebenen oder Behörden aufklären. Dies könne nur gelingen, „wenn das Handeln von Polizei, Landkreisbehörden und Landesregierung im Fall Lügde gleichermaßen intensiv untersucht wird“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

          Auf einem Campingplatz in Lügde bei Detmold an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über viele Jahre hinweg mehr als 40 Jungen und Mädchen schwer sexuell missbraucht und dabei teilweise gefilmt worden sein. Drei Männer sind vor dem Landgericht angeklagt. Am Donnerstag beginnt der Prozess am Landgericht Detmold.

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