https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/nrw-amtsgericht-verurteilt-polizisten-wegen-feuerzeug-diebstahl-18054288.html

Einwegfeuerzeug eingesteckt : Junger Polizist in NRW wegen „Diebstahl mit Waffe“ verurteilt

  • Aktualisiert am

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild) Bild: dpa

Der 24 Jahre alte Beamte wurde zu einem Haus gerufen, um es nach Einbrechern zu durchsuchen. Personen fand er in dem Haus nicht – dafür aber ein Feuerzeug, das er kurzerhand einsteckte. Dafür könnte er nun seinen Job verlieren.

          1 Min.

          Ein junger Polizist sollte ein Haus in Nordrhein-Westfalen auf mögliche Einbrecher durchsuchen und steckte dabei ein billiges Einwegfeuerzeug ein – dafür könnte er jetzt seinen Job verlieren. Das Amtsgericht Recklinghausen hat den 24-Jährigen am Montag wegen „Diebstahls mit Waffe“ – der Polizist trug im Einsatz seine Dienstwaffe – zu 90 Tagessätzen Geldstrafe à 80 Euro verurteilt, wie das Gericht bestätigte.

          Laut „Bild“-Zeitung will der Polizist in Berufung gehen – auch, weil er noch als Beamter zur Probe arbeitet und mit der Verurteilung seine Anstellung verlieren könnte.

          Der 24-Jährige sei im Sommer vergangenen Jahres zusammen mit einem Kollegen zu dem Haus gerufen worden, weil dort eine Tür offen stand, hieß es laut Gericht in der Anklage. Bei der Durchsuchung habe er in einem Zimmer das Feuerzeug eingesteckt, er sei dabei von einer installierten Kamera gefilmt worden. So wurde der Fall bekannt.

          Der Polizist habe vor Gericht vorgebracht, dass er das Feuerzeug als gefährlich angesehen, an sich genommen und beim Verlassen des Hauses zurückgelassen habe. Bei Kleingegenständen, die man in die Tasche stecken kann, gelte der Diebstahl von Moment der Tat an als vollendet, erklärte das Gericht. Ein Rücktritt von der Tat sei dabei nicht möglich - selbst wenn die Darstellung des Polizisten zutreffe.

          Topmeldungen

          Die Allianz darf wachsen: NATO-Generalsekretär Stoltenberg, Finnlands Außenminister Pekka Haavisto, der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu und Präsident Tayyip Erdogan, Finnlands Präsident Sauli Niinistö und Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson (von links) besiegeln in Madrid ihre Übereinkunft.

          Erdogan beendet Blockade : Ein strategischer Gewinn für die NATO

          Schweden und Finnland beugen sich den türkischen Forderungen, um in die NATO zu kommen. Etwaige Angriffe in Richtung Westen werden für Putin immer risikoreicher.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.