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Kriminalfall in Norwegen : Familie von entführter Millionärsgattin ignoriert neue Erpresser-Forderung

  • Aktualisiert am

Seit dem 9. Januar 2019 geht die norwegische Polizei Hinweisen zum Verschwinden der Millionärsgattin Anne-Elisabeth Falkevik Hagen nach. Bild: dpa

Drei Wochen nach der ersten Entführer-Botschaft hat die Familie von Anne-Elisabeth Falkevik Hagen wieder Kontakt mit den Erpressern. Der Forderung nach einem Lösegeld wird sie aber zunächst nicht nachkommen.

          Die Familie einer in Norwegen verschwundenen Millionärsfrau hat abermals Kontakt mit den mutmaßlichen Entführern gehabt. Es sei dabei aber immer noch kein Beweis dafür geliefert worden, dass die 68-jährige Anne-Elisabeth Falkevik Hagen lebe, sagte ein Polizeisprecher am Montag auf einer Pressekonferenz. Der Anwalt der Familie, Svein Holden, sagte dazu am Abend, man werde mit den Entführern nicht verhandeln, bevor man ein Lebenszeichen der Frau erhalten habe.

          Nach Angaben des Polizeisprechers wurde diesmal über eine andere Plattform kommuniziert als zuvor. Einzelheiten dazu nannte er nicht. Die Familie hatte bereits Mitte Januar eine Nachricht von den mutmaßlichen Entführern erhalten, dabei aber moniert, dass die Kommunikation über die dabei gewählte digitale Plattform sehr eingeschränkt gewesen sei. Laut Polizei hat es eine Lösegeldforderung in einer Kryptowährung gegeben, Medienberichten zufolge im Wert von neun Millionen Euro.

          Die Frau des Investors Tom Hagen, der zu den 200 reichsten Menschen Norwegens zählt, gilt seit dem 31. Oktober als verschwunden. Die Polizei ging von Anfang an von einer Entführung aus, ging mit ihren Informationen dazu aber erst am 9. Januar an die Öffentlichkeit. Seitdem sind Hunderte Tipps bei der Polizei eingegangen.

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