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Nordrhein-Westfalen : Mord an 15jähriger Nadine aufgeklärt

  • Aktualisiert am

In Wetter an der Ruhr wurde Nadine ermordet Bild: dpa

Die Schülerin war in ihrem Elternhaus mit 17 Messerstichen und Schlägen gegen Kopf und Hals ermordet worden. Die Polizei hat jetzt gegen einen 19jährigen Mann Haftbefehl erlassen, der „mit großer Wahrscheinlichkeit“ der Täter ist.

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          Die brutale Ermordung einer 15jährigen in Wetter an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) vor knapp vier Wochen ist aufgeklärt. Gegen einen 19jährigen aus derselben Stadt sei Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer in Hagen. Die Staatsanwaltschaft gehe mit „großer Wahrscheinlichkeit“ davon aus, daß er für die Tötung von Nadine verantwortlich sei. Er bestreite die Tat allerdings. Das Motiv sei unklar.

          Die 15jährige war in ihrem Elternhaus mit 17 Messerstichen und Schlägen gegen Kopf und Hals ermordet aufgefunden worden. Die Polizei kam dem Mann unter anderem durch eine Auswertung von Internet-Chats auf die Spur. Außerdem wurden DNA-Spuren sichergestellt. Täter und Opfer kannten sich, waren aber nicht miteinander befreundet. Der 19jährige hatte an Nadines Schule im Frühjahr das Abitur abgelegt. Er ging in eine Parallelklasse von Nadines Schwester.

          Aufgefallen durch Teilnahme an Chats

          Der Mann war der Polizei durch die Teilnahme an mehreren Chats im Internet aufgefallen. Dort hatte er unter wechselnden Namen mit Nadine und ihren Freundinnen Gespräche geführt, in denen er versuchte, sexuelle Kontakte anzubahnen. „Er hatte Schwierigkeiten, Kontakte zu jungen Damen zu finden“, sagte Rahmer.

          Über solch einen Chat habe der Mann auch erfahren, daß Nadine in der Tatnacht im Anschluß an einen Spieleabend mit Freundinnen allein zu Hause gewesen sei, so Rahmer. Der Täter habe dann an der Haustür geklingelt. Aus noch unbekannten Gründen versetzte der Täter in der Wohnung Nadine dann einen Schlag. Als sie in der Gästetoilette nachsehen wollte, würgte er sie mit einem Telefonkabel bis zur Bewußtlosigkeit. Dann stach er wiederholt auf Kopf und Hals ein.

          Rahmer zählte eine Reihe von Beweisen auf, die durch die 17köpfige Mordkommission ermittelt worden waren. So wurden DNA-Spuren des Täters an einem Schalter in dem Haus gefunden. Außerdem wurden Reifenspuren entdeckt. Teile eines verschwundenen Telefons sowie die Telefonschnur fanden die Ermittler in der Wohnung des 19jährigen. Eine Auswertung der Handy-Daten ergab außerdem, daß er sich zum Tatzeitpunkt im betreffenden Bereich aufgehalten hat.

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