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Nordrhein-Westfalen : Großrazzia gegen mutmaßliche Geldwäscher

  • -Aktualisiert am

Bei dem getöteten Deutschen handelte es sich um einen Wissenschaftler aus Bayern. (Symbolbild) Bild: dpa

Die Polizei ist am Mittwochmorgen mit einer Großrazzia gegen mutmaßliche Geldwäscher vorgegangen. Es wird gegen 46 Beschuldigte ermittelt. Aus welchen kriminellen Geschäften das Geld stammt, wollten die Ermittler nicht mitteilen.

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          In Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch abermals eine Großrazzia gegen mutmaßliche Geldwäscher stattgefunden. Ein Großaufgebot von 250 Polizeibeamten durchsuchte am Morgen in 18 Städten des Bundeslandes 49 Objekte. Wie Landeskriminalamt und Kölner Staatsanwaltschaft mitteilten, wird gegen 46 Beschuldigte ermittelt.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          In Ratingen bei Düsseldorf und Bochum durchsuchten Einsatzkräfte Lagerhallen, in  denen Geld gesammelt, gezählt, gestückelt, verpackt worden sein soll. Nach Erkenntnissen der Ermittler transportierten Kuriere das Geld auf dem Land- oder Luftweg. Polizei und Staatsanwaltschaft war es gemeinsam mit Europol gelungen, rund sieben Millionen Euro abzufangen. Aus welchen kriminellen Geschäften das Geld mutmaßlich stammt, wollten die Ermittler am Mittwoch nicht mitteilen.

          In Duisburg wurde ein Sechsundvierzigjähriger und in Düsseldorf ein Dreiundfünfzigjähriger festgenommen. Gegen beide lagen Haftbefehle vor. Bei der Razzia wurden in großem Umfang Beweismittel wie Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

          Erst Anfang Oktober hatte es eine Großrazzia gegen mutmaßliche Mitglieder eines international agierenden Geldwäschenetzwerks mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen gegeben. Die kriminelle Vereinigung soll mithilfe des illegalen „Hawala-Bankings“ von Zahlstellen in Deutschland und den Niederlanden aus große Geldsummen überwiegend in die Türkei und nach Syrien verschoben haben. Ein erheblicher Teil des Geldes in diesem Fall soll aus dem Rauschgifthandel stammen.

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