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Erweiterte Analyse : Über die DNA-Spur zum Aussehen des Täters

Mit der erweiterten DNA-Analyse lassen sich Rückschlüsse auf das Aussehen des Täters ziehen. (Archivbild) Bild: dpa

Die Farbe der Haut, der Haare und der Augen sowie das Alter eines unbekannten Tatverdächtigen sollen Ermittler künftig anhand von DNA-Spuren bestimmen dürfen. Das Vorgehen ist umstritten.

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          Künftig sollen Ermittler anhand von DNA-Spuren die Farbe der Haut, der Haare und der Augen sowie das Alter eines unbekannten Tatverdächtigen bestimmen können. Die „erweiterte DNA-Analyse“ ist einer von mehreren Punkten eines Referentenentwurfs des Bundesjustizministeriums zu einem Gesetz zur Modernisierung des Strafverfahrens. Der Entwurf wurde am Mittwoch zur Abstimmung in die Ressorts weitergeleitet, wie eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte. Begründet wird die Aufnahme der erweiterten DNA-Analyse mit der „hohen Wahrscheinlichkeit“, mit der Aussagen zu Haarfarbe, Augenfarbe, Hautfarbe oder Alter getroffen werden können.

          Karin Truscheit
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Diese Angaben sind demnach „grundsätzlich geeignet“, um Verdächtige ermitteln zu können. Bisher darf die Polizei anhand einer DNA-Spur nur feststellen, welches Geschlecht der unbekannte Spurenleger hat. Zudem kann anhand der Spur ein DNA-Muster erstellt werden, das zur Identitätsfeststellung genutzt wird. Dieses Muster wird dann mit den Mustern von Tätern und Tatorten verglichen, die schon in der DNA-Analyse-Datei beim Bundeskriminalamt gespeichert sind. Die erweiterte DNA-Analyse hingegen weist nicht auf eine einzelne Person, sondern auf eine Vielzahl von Personen, die über ähnliche äußere Merkmale verfügen.

          Die Ermittler können auf dieses Weise den Kreis der Verdächtigen einengen und auch Verdächtige entlasten. Verboten bleibt es weiterhin, Aussagen zur „biogeographischen Herkunft“ des Spurenlegers zu machen. Dass die Methode zur Bestimmung der Hautfarbe diskriminierend sein könne, weist das Ministerium zurück. Es werden demnach nur äußerlich sichtbare Merkmale untersucht – ähnliche Informationen erhält die Polizei auch jetzt schon von Zeugen oder durch Aufnahmen mit Überwachungskameras.

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