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Neue Erkenntnisse : London-Attentäter wollten Lkw für Anschlag mieten

  • Aktualisiert am

Die Polizei veröffentlichte auch dieses Bild des bei dem Anschlag verwendeten Transporters. Bild: Metropolitan Police London via AP

Auf der London Bridge hätte es wohl noch mehr Opfer gegeben, wäre der ursprüngliche Plan der Täter aufgegangen. Scotland Yard veröffentlichte auch weitere bislang unbekannte Informationen.

          Der jüngste Terroranschlag auf der London Bridge sollte den Ermittlern zufolge eigentlich mit einem 7,5-Tonnen-Lkw statt mit einem Lieferwagen verübt werden. Bei der versuchten Online-Anmietung des Lastwagens seien die Attentäter aber an der Zahlungsabwicklung gescheitert, teilte Scotland Yard in der Nacht zum Samstag mit. Ersatzweise hätten sie dann per Mobiltelefon den kleineren Transporter angemietet und mit diesem wenige Stunden später drei unschuldige Passanten auf der London Bridge überrollt und tödlich verletzt.

          Anschließend rannten die mit 30 Zentimeter langen Keramikmessern bewaffneten Männer zum Borough Market und erstachen dort nach dem Zufallsprinzip fünf Menschen. Wenige Minuten später wurden die Täter von Polizisten erschossen.

          Es handelt sich um die die bislang detailliertesten Schilderungen der Polizei dazu, wie die Tat am vergangenen Samstag vorbereitet und ausgeführt wurde. Bislang war zum Beispiel unklar, wieviele der Opfer mit dem Lieferwagen und wieviele durch Messerstiche getötet worden waren. Die drei Attentäter verletzten außerdem 48 weitere Menschen, bevor sie von der Polizei erschossen wurden.

           Es hätte noch mehr Opfer geben können

          Wäre der Plan eines Lkw-Anschlags aufgegangen, „hätten die Folgen noch schlimmer sein können“, sagte der Chef-Ermittler der Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard, Dean Haydon. In den vergangenen Monaten waren in Europa mehrere Anschläge mit Lkw verübt worden. Im Juli raste ein Attentäter im französische Nizza in eine Menschenmenge und auch beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche im Dezember nutzte der Täter einen Lkw als tödliche Waffe.

          In dem Tatfahrzeug fanden die Ermittler 13 Weinflaschen, die offenbar mit brennbarer Flüssigkeit gefüllt waren. Womöglich habe es einen Plan B gegeben, wonach die Täter die Brandsätze nach den Messerattacken zünden wollten, sagte Chef-Ermittler Haydon.

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