https://www.faz.net/-gum-71rpw

Nach Verbot der Berliner Hells Angels : Aktionen gegen Rocker in drei Bundesländern – Anschlag vereitelt

  • Aktualisiert am

Die Durchsuchung hing mit dem Verbot der Berliner Hells Angels zusammen. Bild: dapd

Der Druck auf die kriminelle Rockerszene wächst: Jetzt durchsuchte die Polizei erneut Wohnungen. Es wurde auch bekannt, dass Rocker einen Sprengstoffanschlag auf die Konkurrenz geplant haben sollen.

          1 Min.

          Mit einer groß angelegten Razzia in drei Bundesländern ist die Polizei erneut gegen die kriminelle Rockerszene vorgegangen. In Sachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg wurden am Mittwoch elf Wohnungen von ehemaligen Hells Angels durchsucht, sagte Polizeisprecher Volker-Alexander Tönnies in Berlin.

          Ziel war demnach, das Verbot der Rockergruppierung Hells Angels Berlin City durchzusetzen und Strukturen zu erhellen. Festgenommen wurde niemand. Rund 100 Beamte waren im Einsatz. Sie stellten in Brandenburg und Baden-Württemberg verbotene Bekleidung sicher.

          Unterdessen wurde bekannt, dass Mitglieder der kriminellen Rockervereinigung Bandidos in der Hauptstadt einen Sprengstoff-Anschlag auf Überläufer geplant haben sollen. Das habe sich aus bisherigen Ermittlungen ergeben, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Laut „Tagesspiegel“ sollten Überläufer zu den Hells Angels offenbar aus Rache getötet werden. Die Ermittlungen werden von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern geführt.

          Drei Verdächtige sitzen in der Nähe von Rostock in Untersuchungshaft. Sie waren bereits Anfang Juli mit einem Kilo Sprengstoff im Gepäck am Rostocker Hafen gestellt worden. Den Männern, die mit einer Fähre aus Dänemark nach Deutschland einreisen wollten, werden Verstoß gegen das  Sprengstoffgesetz und Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.
           

          Weitere Themen

          Bisher 300 Hochhausbewohner getestet

          Liveblog zum Coronavirus : Bisher 300 Hochhausbewohner getestet

          350 Personen nach Gottesdiensten in Vorpommern isoliert +++ Niederländische Farmen müssen Nerze töten +++ RKI: 407 bestätigte neue Fälle +++ Medikament Hydroxychloroquine bei Studie durchgefallen +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          330 Tonnen Kraftstoff beseitigt

          Diesel-Katastrophe in Sibirien : 330 Tonnen Kraftstoff beseitigt

          21.000 Tonnen ausgetretener Diesel-Kraftstoff verunreinigen nach einem Leck in einem Kraftwerk die Naturgebiete am Nordpolarmeer. Ein Bruchteil davon wurde nun von Spezialisten entfernt. Die Katastrophe hätte wohl verhindert werden können.

          Topmeldungen

          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt er nichts Gutes.

          Proteste gegen Rassismus : Die Welt solidarisiert sich mit George Floyd

          In Deutschland protestieren Zehntausende in mehreren Großstädten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Allein in München gehen mehr als 20.000 Menschen auf die Straße. Auch in anderen Ländern kommt es zu Protesten – entgegen der Empfehlung der Behörden.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.