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Festnahme in Kalifornien : Schwer bewaffnet unterwegs zur Schwulenparade

  • Aktualisiert am

Washington: Mitarbeiter des Weißen Hauses setzen die amerikanische Flagge auf Halbmast. Bild: AP

Kurz vor der Gay-Pride-Parade in Los Angeles wurde ein Mann mit Sturmgewehren und Munition festgenommen. Angaben über einen möglichen Anschlag dort hat die kalifornische Polizei allerdings wieder zurückgezogen.

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          Wenige Stunden nach dem Blutbad in einem Club in Orlando mit 50 Toten hat die Polizei in Kalifornien einen bewaffneten Mann festgenommen. Er sei mit drei Sturmgewehren und Munition im Wagen unterwegs zu einer Schwulenparade in Los Angeles gewesen, teilte die Polizei der Stadt Santa Monica mit.

          Was genau der Verdächtige bei dem Umzug in West Hollywood vorhatte, blieb zunächst offen. Eine Mitteilung, er habe nach eigenen Worten „Schaden anrichten“ wollen, zog die Polizei wieder zurück. In dem Fahrzeug des Mannes hatten die Beamten außer Waffen, Magazinen und Munition auch explosive Chemikalien gefunden. Der Festgenommene war in einem Auto unterwegs, das im amerikanischen Bundesstaat Indiana zugelassen ist.

          Die Polizeichefin von Santa Monica, Jacqueline Seabrooks, korrigierte auf ihrer Twitter-Seite Falschinformationen, die sie zuvor an gleicher Stelle verbreitet hatte: „Er sagte, er gehe zu der Veranstaltung. Andere Information falsch." Der Mann sei nun wegen des Besitzes von Waffen und explosivem Material in Gewahrsam. Wie es zu der Falschauskunft kam, ließ Seabrooks offen.

          Eine Sprecherin der Bundespolizei FBI bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Behörde mit der Polizei ermittle. Ein Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf einen Schwulenclub in Florida und der Festnahme in Santa Monica ist den Ermittlern zufolge nicht festgestellt worden.

          Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sagte vor Beginn der Feiern, dass der Umzug wie geplant stattfinden werde. Die Sicherheitsvorkehrungen seien aber verschärft worden. Auch in Washington wurde das Polizeiaufgebot bei einer für Sonntag geplanten Schwulenfeier verstärkt. Dies teilte Bürgermeisterin Muriel Bowser mit.

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