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Nach Mordprozess : Knox twittert „Wir sind unschuldig“

  • -Aktualisiert am

Auch auf Twitter veröffentlichte Amanda Knox das Foto, auf dem sie ihre Unschuld beteuert. Bild: Twitter/Screenshot F.A.Z.

Ein Plakat in der Hand und den Blick fest in die Kamera gerichtet: So beteuert Amanda Knox auf Twitter ihre Unschuld. Sie weist zudem den Vorwurf zurück, Raffaele Sollecito sei ihr hörig gewesen.

          Amanda Knox beteuert nach dem jüngsten Schuldspruch im Mordfall Meredith Kercher weiter ihre Unschuld. Die 26 Jahre alte Amerikanerin veröffentlichte auf ihrer Website jetzt ein Schwarzweißfoto, auf dem sie ein Poster mit dem italienischen Satz „Siamo innocenti“ („Wir sind unschuldig“) in die Kamera hält.

          Die ehemalige Austauschstudentin, die nach einem Freispruch im Herbst 2011 vor zwei Wochen durch ein Berufungsgericht in Florenz abermals zu 28,5 Jahren Haft verurteilt wurde, wehrt sich auch gegen die Darstellung der Staatsanwaltschaft, der ebenfalls verurteilte Raffaele Sollecito sei ihr hörig gewesen. „Raffaele ist kein Sklave, auch wenn es so dargestellt wurde, als habe er sich einem weiblichen Komplizen untergeordnet“, schreibt Knox.

          Sollecitos DNA-Spuren auf dem Büstenhalter der getöteten Kercher seien zudem unzuverlässig. Auch ein blutiger Fußabdruck aus der Wohnung der Britin könne dem Italiener nicht sicher zugeordnet werden. „Gegen Raffaele haben die Ankläger noch weniger in der Hand als gegen mich“, ließ die Studentin wissen, die zu dem vierten Prozess gegen sie nicht nach Italien gereist war. Der Leichnam Kerchers, Knox’ Mitbewohnerin in der umbrischen Universitätsstadt Perugia, war Anfang November 2007 übersät mit Stichwunden gefunden worden. Da Knox und Sollecito nach dem jüngsten Schuldspruch Berufung eingelegt haben, wird sich der Oberste Gerichtshof Italiens voraussichtlich Ende des Jahres weiter mit dem Mordfall beschäftigen.

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