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Bei Palermo : Nach Mordauftrag an Tochter – Boss der Mafia festgenommen

  • -Aktualisiert am

Erst im April war der Mafia-Boss Pino Scaduto aus dem Gefängnis freigekommen. Seinen Sohn wollte er offenbar aus dem Gefängnis heraus zum Schwestermörder machen. Der hatte allerdings eine eindeutige Antwort parat.

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          Der Bruder sollte seine Schwester umbringen, weil sie an der Seite eines Polizisten ein „Spitzel“ sei. Das hatte Mafia-Boss Pino Scaduto von seinem 30 Jahre alten Sohn Paolo verlangt, wie nach der Festnahme des Paten aus Bagheria bei Palermo zusammen mit 15 anderen Mafiosi am Montag bekannt wurde. Erst im April war der Mann aus dem Gefängnis freigekommen.

          In seiner Gefängniskorrespondenz soll er die Bemerkung gemacht haben, er wolle seiner Tochter ein „ganz besonderes Geschenk“ machen. Dafür sollte sein Sohn zum Schwestermörder werden. Doch Paolo, schon des Totschlags in einem anderen Fall beschuldigt, habe ihm nach dem Mitschnitt des Gesprächs gesagt: „Das mache ich nicht. Du bist der Vater; mach es selbst.“ Er wolle nicht in Schwierigkeiten kommen.

          Scaduto soll danach einen anderen mit dem Mord betraut haben. Doch der habe die Tat mit dem Hinweis abgelehnt, es handele sich um eine Familiensache, in die er sich nicht einmische. Maria Caterina Scaduto ist bisher mit dem Leben davongekommen. Ihr Verlobter, der Maresciallo (Feldwebel) bei den Carabinieri Giuseppe Tarantino, und ein Freund schützen sie. Alle drei standen zunächst offenbar auf der Abschussliste des Mafiabosses. Doch dann begannen neue Ermittlungen gegen den vermeintlichen „Ehrenmann“, dem unter anderem die Erpressung von Schutzgeldern und Betrug bei Immobilienunternehmen vorgeworfen werden, und es erfolgte die abermalige Festnahme.

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