https://www.faz.net/-gum-9figh

Nach Geiselnahme in Köln : Bahnverkehr wieder weitgehend im Takt

  • Aktualisiert am

Menschen haben sich vor dem Kölner Hauptbahnhof versammelt: Am Dienstag legte eine Geiselnahme im Gebäude den Schienenverkehr lahm. Bild: dpa

Der Nah- und Regionalverkehr am Kölner Hauptbahnhof rollt wieder planmäßig, im Fernverkehr kann es zu Änderungen kommen. Reisende, die gestern wegen einer Geiselnahme im Bahnhof nicht weiterfahren konnten, erhielten Taxi- und Hotelgutscheine.

          1 Min.

          Nach der Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs wegen einer Geiselnahme am Montag erwartet die Bahn einen weitgehend reibungslosen Start in den Tag. „Der Nah- und Regionalverkehr kann planmäßig fahren“, sagte eine Bahnsprecherin in der Nacht zu Dienstag. Im Fernverkehr kann es jedoch teilweise zu Verzögerungen und Ausfällen kommen. Das Unternehmen bittet Reisende daher, sich vor Beginn ihrer Fahrt über ihre Verbindungen zu informieren.

          Am Montagabend sei es noch möglich gewesen, Reisende mit Zügen nach Berlin und Frankfurt zu bringen. Kunden, die nicht weitergekommen seien, hätten Taxi- und Hotel-Gutscheinen bekommen. Insgesamt seien mehrere Hundert Gutscheine ausgeteilt worden. Im Bahnhof sei niemand gestrandet, so dass der Infoschalter im Kölner Hauptbahnhof in der Nacht teilweise komplett leer gewesen sei.

          Ein Spezialeinsatzkommando hatte am Montagnachmittag eine Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof beendet, bei der vier Menschen verletzt worden waren. Die Sicherheitsbehörden schließen einen terroristischen Hintergrund nicht aus, ermitteln aber nach eigenen Angaben in alle Richtungen.

          Der Kölner Hauptbahnhof gehört zu den meistfrequentierten Bahnhöfen in Deutschland. Der Schienenknotenpunkt liegt im Stadtzentrum direkt neben dem Kölner Dom. Täglich durchströmen ihn rund 1300 Züge, bis zu 280.000 Reisende kommen hier auf elf Gleisen an oder fahren ab.

          Weitere Themen

          „Ich bin Satiriker, kein Aktivist“

          Rede bei Corona-Demo : „Ich bin Satiriker, kein Aktivist“

          Leben wir in einer „Corona-Diktatur“? Der Kabarettist Florian Schroeder hat die Teilnehmer einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen provokant mit seinen Ansichten dazu konfrontiert. Im Interview spricht er über seinen Auftritt in Stuttgart.

          Topmeldungen

          Tichanowskaja abgetaucht : Wieder Gewalt in Belarus

          Bei Protesten in Belarus sind Sicherheitskräfte neuerlich mit Blendgranaten und Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Ein Mensch starb. Der Geheimdienst behauptet derweil, einen Angriff auf das Leben von Lukaschenkas Gegnerin verhindert zu haben.
          Die Polizei geht am Montag in Beirut gegen Demonstranten vor, die gegen die Regierung protestieren.

          Proteste gegen Regierung : Libanons skrupelloses Machtkartell

          Seit vielen Jahren plündert eine korrupte politische Klasse ungestört den Libanon aus. Auch der Rücktritt der derzeitigen Regierung wird daran nichts ändern. Selbst Todfeinde verbünden sich für den Machterhalt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.