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Nach Bombe in Lyon : Ermittlungen wegen versuchten Mordes mit Terror-Hintergrund

  • Aktualisiert am

Polizisten haben die Straßen im Stadtzentrum von Lyon abgesperrt, wo die Bombe am Freitag explodierte. Bild: AP

Frankreich ist in den vergangenen Jahren von Terroranschlägen erschüttert worden. Nun explodiert wieder ein Sprengsatz. Doch was dieses Mal dahintersteckt, gibt den Ermittlern Rätsel auf.

          Nach der Explosion mit 13 Verletzten in Lyon ist der Hintergrund der Tat noch unklar. Es habe noch niemand die Tat für sich reklamiert,sagte Staatsanwalt Rémy Heitz am Samstag in Lyon. Aber allein die Tatsache, dass jemand mitten am Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, reiche für Anti-Terror-Ermittlungen aus. Die Staatsanwaltschaft ermittle nun unter anderem wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Hintergrund. Der Täter sei weiterhin auf der Flucht.

          Heitz kündigte an, bald weitere Fahndungsbilder zu veröffentlichen. Die Polizei hatte zuvor bereits ein Bild von einem Mann, der eine dunkle Sonnenbrille trägt und ein Fahrrad schiebt, veröffentlicht.

          Papiertüte in Bäckerei im Stadtzentrum abgestellt

          Zur Identität des mutmaßlichen Täters machte Heitz keine weiteren Angaben. Allerdings konnte mithilfe von Sicherheitskameras ein Teil des Weges des mutmaßlichen Täters nachverfolgt werden. Der Tatverdächtige habe eine Papiertüte vor der Bäckerei im Zentrum der Stadt abgestellt und sei danach wieder auf sein Fahrrad gestiegen und habe denselben Weg zurück genommen. Es werde nun alles in Bewegung gesetzt, um den Täter schnell festzunehmen.

          Seit Freitagabend seien Dutzende Ermittler im Einsatz und werteten etwa Videoaufnahmen aus, so Heitz. Ersten Erkenntnissen nach ist die Explosion mit einem Fernzünder ausgelöst worden. In der abgestellten Tüte seien Objekte aus Metall gewesen.

          Am Samstagvormittag waren nach Angaben des Bürgermeisters von Lyon noch drei Verletzte zur Behandlung in einem Krankenhaus. Die Sperre um den Tatort wurde aufgehoben, die Präfektur erhöhte aber die Sicherheitsvorkehrungen für Veranstaltungen am Samstagnachmittag.

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