https://www.faz.net/-gum-actcv

Im Corona-Lockdown : Mutter wegen Misshandlung von Söhnen zu Haftstrafe verurteilt

  • Aktualisiert am

Die Angeklagte beim Prozessauftakt im Landgericht Hildesheim Bild: dpa

Als eine Mutter ihren Sohn am ersten Tag nach dem Lockdown krank meldete, alarmierte die Schule das Jugendamt. Polizisten fanden das völlig abgemagerte Kind im Schrank versteckt in der Wohnung.

          1 Min.

          Schläge mit einer Thermoskanne, Einsperren und Essensentzug als Strafe: Nach schwerer Misshandlung ihres siebenjährigen Sohnes im Corona-Lockdown ist eine Mutter vor dem Landgericht Hildesheim am Donnerstag zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

          Die 60-Jährige hatte alle ihr vorgeworfenen Taten gestanden und auf ihren mangelnden Zugang zu ihren eigenen Gefühlen verwiesen. Es ging im Prozess auch um Übergriffe auf ihren heute erwachsenen ersten Sohn, die erst im Zuge der Ermittlungen herauskamen.

          Ihr kleines Kind hatte bereits vor dem Lockdown Mitschüler um Essen angebettelt und viel gefehlt. Als die Alleinerziehende den Jungen am ersten Tag nach dem Lockdown im Juni 2020 wieder krank meldete, alarmierte die Schule das Jugendamt, doch die Frau öffnete nicht. Schließlich fanden Polizisten das Kind im Schrank versteckt in der Wohnung. Der Junge war völlig abgemagert, hatte ein Hämatom am Kopf und kam ins Krankenhaus.

          Weitere Themen

          Lebenslang für Morde in Massagesalons

          Anschläge in Atlanta : Lebenslang für Morde in Massagesalons

          Im vergangenen Frühjahr erschoss ein Mann in Atlanta acht Menschen, darunter sechs Frauen asiatischer Abstammung. Der 22 Jahre alte Angeklagte bekannte sich nun vor Gericht schuldig – und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

          Topmeldungen

          Warnt vor Krieg: Der amerikanische Präsident Joe Biden

          Als Folge von Cyberangriffen : Bidens Kriegswarnung

          Der amerikanische Präsident hat neulich Russland davor gewarnt, „kritische Infrastruktur“ in Amerika anzugreifen. Jetzt hat er nachgelegt.
          Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am 30. April 2021 vor seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft.

          Cum-Ex : Das laute Schweigen des Olaf Scholz

          Immer wenn es um Cum-Ex geht, stehen auch die Verstrickungen des SPD-Kanzlerkandidaten im Raum. So auch nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs. Erinnerungen an ein Treffen werden wach.
          Ein Bagger fährt am 27. Juli 2021 in Swisttal auf einen riesigen Müllberg auf einer Wiese vor dem Ort.

          Zwischenbilanz zu Flut in NRW : „Irgendwie erwischt es unser Land reichlich“

          In den nordrhein-westfälischen Hochwassergebieten werde niemand mehr vermisst, sagt Innenminister Reul. 47 Menschen seien in dem Bundesland ums Leben gekommen. Bei der Aufarbeitung müssten nun die Warnsysteme im Mittelpunkt stehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.