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15 Jahre Gefängnis drohen : Mutter von Flughafenbaby identifiziert

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Flugzeug über dem Flughafen Doha: In dem islamischen Emirat müssen Frauen, die unverheiratet Kinder bekommen, mit hohen Strafen rechnen. Bild: dpa

Nachdem in einem Mülleimer im Flughafen von Doha ein Säugling gefunden worden war, hatten Sicherheitskräfte gynäkologische Zwangsuntersuchungen an Flugpassagierinnen veranlasst. Gegen die Polizisten wurde jetzt Anklage erhoben.

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          Die Staatsanwaltschaft in Qatar hat Anklage gegen mehrere Sicherheitskräfte erhoben, die für gynäkologische Zwangsuntersuchungen an Flugpassagierinnen verantwortlich sein sollen. Die Polizisten sollen die Untersuchungen eigenmächtig angeordnet haben, nachdem Anfang Oktober in einem Mülleimer in den Waschräumen des Flughafens von Doha ein ausgesetzter Säugling gefunden worden war. Der Vorfall hatte auf der ganzen Welt Empörung hervorgerufen.

          Dabei waren Passagierinnen aus zehn Flugzeugen geholt und in einem Rettungswagen auf dem Rollfeld nach Anzeichen auf eine Niederkunft untersucht worden. Zu den Betroffenen gehörten mehrere Frauen aus Australien und Großbritannien. Den Polizisten drohen nun bis zu drei Jahren Haft.

          Den Angaben der Behörden zufolge wird auch gegen die Mutter des Säuglings ermittelt. Sie konnte mittlerweile ebenso wie der Vater identifiziert werden. Den Angaben der Behörden zufolge seien die Eltern „asiatischer Nationalität“. In der Presse wurde darüber spekuliert, dass es sich um Gastarbeiter aus Südasien handeln könnte.

          Nach den Angaben war die Mutter ins Ausland geflogen, nachdem sie das Baby ausgesetzt hatte. Derzeit bemühen sich die Behörden um ihre Auslieferung. Ihr drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis unter anderem wegen versuchten Mordes. In dem islamischen Emirat müssen Frauen, die unverheiratet Kinder bekommen, mit hohen Strafen rechnen. Das Baby befindet sich derzeit in der Obhut der Behörden von Qatar.

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