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Münsterland : Mutter von drei toten Kindern unter Mordverdacht

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Der Tatort: In diesem Wohnhaus in Steinfurt-Borghorst wurden die Leichen der drei Kinder gefunden Bild: FAZ.NET/AFP/dpa

Die drei im Münsterland tot aufgefundenen Kinder sind offenbar Opfer einer Verzweiflungstat der Mutter geworden. Ermittler fanden in der Wohnung einen Abschiedsbrief. Die Staatsanwaltschaft will Haftbefehl beantragen.

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          Die drei im Münsterland tot aufgefundenen Kinder sind nach Erkenntnissen der Ermittler Opfer einer Verzweiflungstat der Mutter geworden. Gegen die 39 Jahre alte Frau werde Haftbefehl wegen dreifachen Mordes beantragt, teilte die Staatsanwaltschaft in Münster am Dienstag mit.

          Die Kinder im Alter von drei, vier und elf Jahren seien an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Das habe die Obduktion ergeben. Das Kohlenmonoxid stammte offenbar von zwei Holzkohlegrills, die im Schlafzimmer gefunden wurden.

          Vater sitzt Haftstrafe ab

          Der Bruder der Neununddreißigjährigen hatte seine Schwester und deren drei Kinder am Montag in der Wohnung in Steinfurt-Borghorst aufgefunden. Während für die Kinder jede Hilfe zu spät kam, konnte die Mutter reanimiert werden. Sie wurde am Dienstag weiter in einer Klinik behandelt. „Die Frau kann zur Zeit noch nicht vernommen werden“, erklärte der Münsteraner Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux.

          Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hinterließ die Frau einen Abschiedsbrief. Zudem hatte sie im Flur auf einem Zettel vor Kohlenmonoxid gewarnt. Der leibliche Vater des drei Jahre alten Mädchens und des vier Jahren alten Jungen sitzt den Ermittlern zufolge derzeit eine Haftstrafe ab. Der Elfjährige stammt aus einer früheren Beziehung der Mutter.

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