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Knapp 100 Punkte in Flensburg : Münchner wird innerhalb eines Monats 85 Mal geblitzt

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Neuer Bußgeldkatalog: Wer geblitzt wird, muss seit Anfang November mehr zahlen. (Symbolbild) Bild: dpa

In München hielt ein 26 Jahre alter Fahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung wohl nur für einen Vorschlag: Er wurde seit Mitte Oktober 85 Mal geblitzt. Nun erwartet ihn ein hohes Bußgeld.

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          Gleich 85 Mal ist ein 26 Jahre alter Fahrer aus München seit Mitte Oktober geblitzt worden. Das berichtete die Polizei am Freitag in einer Pressemitteilung. Demnach handelte es bei den Verstößen keineswegs um leichte Geschwindigkeitsüberschreitungen: Statt wie erlaubt mit 60 sei der Fahrer überwiegend mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen. Aus den Beweisbildern gehe hervor, dass es sich dabei immer um den selben Fahrer handelte.

          Am vergangenen Sonntag geriet der Fahrer schließlich kurz nach Mitternacht in eine mobile Geschwindigkeitskontrolle und wurde angehalten. Die Beamten konnten ihm dabei die mehr als 80 vorangegangenen Verstöße zuordnen.

          Die Fotos kommen dem Fahrer nun teuer zu stehen: Nach bisherigem Stand kassiert er nicht nur knapp 100 Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg, er muss auch mehr als 14.000 Euro Bußgeld bezahlen. Seinen Führerschein dürfte er ebenfalls los sein. Weitere Ermittlungen der Münchner Verkehrspolizei dauern noch an.

          Anfang November ist ein neuer Bußgeldkatalog mit drastischen Verschärfungen in Kraft getreten. Bei Geschwindigkeitsübertretungen von mehr als 41 bis 50 Kilometern pro Stunde werden seitdem innerorts 400 statt 200 Euro Bußgeld fällig, außerorts sind es 320 statt 160 Euro. In beiden Fällen gibt es zwei Punkte in Flensburg sowie einen Monat Fahrverbot.

          Die Beamten wiesen im Rahmen der Meldung zu dem Verkehrssünder nochmal daraufhin, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen kein Kavaliersdelikt sind: „Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit stellt eine der häufigsten Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit getöteten und schwerverletzten Verkehrsteilnehmern dar.“

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