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Polizeisprecher im Interview : „Manche fordern die ganze Abstammungskette“

Marcus da Gloria Martins, Sprecher der Polizei München Bild: dpa

Soll die Polizei die Nationalität von mutmaßlichen Straftätern nennen? Der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins spricht im Interview über eine Entscheidung seiner Behörde, penetrante Nachfragen und Täterbeschreibungen.

          5 Min.

          Herr da Gloria Martins, als im Dezember in München ein Polizist niedergestochen wurde, beherrschten zwei Themen die sozialen Medien: die guten Wünsche für seine Genesung und die Frage nach der Nationalität des Tatverdächtigen. Über das Thema, ob man die Nationalität von Tatverdächtigen nennen sollte oder nicht, wurde auch auf der Innenministerkonferenz im Dezember kontrovers diskutiert. In Bayern liegt die Verantwortung bei den Präsidien. Wie gehen Sie in München damit um, der größten Polizeibehörde in Bayern?

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Wir machen als Grundsatz erst mal keine Angaben zur Nationalität von Tatverdächtigen, nur zu Alter und Geschlecht. Wir nennen zudem den Ort, wo diese Person ihren Lebensmittelpunkt hat, das ist nicht unbedingt immer der Ort, der im Pass steht. Wir sprechen dann also von einem „23 Jahre alten Stuttgarter“ oder einem „52 Jahre alten Münchner“. Uns interessiert: Wo hält er sich in der Regel auf?

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