https://www.faz.net/-gum-9s13b

Urteil bestätigt : Ehemaliger Musikhochschul-Präsident muss ins Gefängnis

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Präsident der Musikhochschule München, Siegfried Mauser (Archivbild) Bild: dpa

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts München I bestätigt: Weil er Bewerberinnen in seinem Büro sexuell genötigt hatte, war Siegfried Mauser zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

          1 Min.

          Der wegen sexueller Nötigung verurteilte ehemalige Präsident der Musikhochschule München muss ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte am Mittwoch in vollem Umfang das Urteil des Landgerichts München I. Es ist damit rechtskräftig. Das Landgericht hatte Siegfried Mauser im Mai 2018 wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Er hatte demnach eine Sängerin, die sich um eine Stelle beworben hatte, in seinem Büro auf das Sofa gestoßen und trotz Gegenwehr sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen (Az: 1 StR 39/19).

          In einem weiteren Fall war Mauser vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Hier hatte die Bundesanwaltschaft die Aufhebung des Urteils gefordert.

          Die Frauen waren im Büro des Präsidenten, weil sie sich um Stellen beworben hatten. Mauser führte von 2003 bis 2014 die Hochschule. Der Musiker hatte bei der BGH-Verhandlung betont, er verabscheue Gewalt. Er habe aber Menschen enttäuscht.

          Weitere Themen

          Wels verschluckt sich an Schildkröte

          Beide tot : Wels verschluckt sich an Schildkröte

          Am Göttinger Kiessee ist ein knapp 1,50 Meter großer Wels an Land gezogen worden, der sich an einer Schildkröte verschluckt hatte. Das gepanzerte Tier ragte zum Teil noch aus dem Maul des Raubfisches.

          Topmeldungen

          Rutte fordert Orbán heraus : „Viktor, warum bleibst Du in der EU?“

          Mit seiner Politik gegen Homosexuelle steht der ungarische Ministerpräsident im Kreis der Regierungschefs ziemlich allein da. Erstmals wird die Zugehörigkeit seines Landes zur Union offen in Frage gestellt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.