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Glaubhafte Zeugenaussage : Polizei sucht weiterhin nach bewaffnetem Mann bei München

  • Aktualisiert am

130 Beamte, darunter Spezialeinsatzkräfte, haben ein Hotel im Münchner Vorort Aschheim nach einem bewaffneten Mann durchsucht. Bild: dpa

Nachdem in einem Vorort von München ein bewaffneter Mann mit Maske gesichtet wurde, gehen die Ermittlungen weiter. Die Polizeigewerkschaft erklärt, warum die Sensibilität für die Sicherheitslage gestiegen ist.

          Die Münchner Polizei sucht weiterhin nach einem möglicherweise bewaffneten Mann, der angeblich an einem Hotel im Vorort Aschheim gesehen worden ist. „Wir müssen das einstufen und sind auf der Suche nach Zeugen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Bei dem Mann könne es sich auch um jemanden handeln, der eine Schusswaffe führen dürfe. Es gebe aber noch keinerlei Hinweise auf eine mögliche Tat. Nun sollten alle Menschen befragt werden, die in dem Hotel oder in der Nähe etwas gesehen haben könnten.

          Ein Mitarbeiter des Hotels hatte die Beamten am Montag alarmiert, weil er vor dem Gebäude einen Mann mit Schusswaffe und Maske gesehen haben will. Die Polizei räumte das Gebäude in einem Industriegebiet und durchsuchte es bis zum Abend. Die Angaben des Zeugen seien „sehr konkret und sehr glaubhaft“ gewesen. Im Einsatz waren rund 130 Beamte, darunter Spezialeinsatzkräfte (SEK) und ein Hubschrauber.

          Auf die Frage, ob das verhältnismäßig war, antwortete der bayerische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Peter Schall: „Man weiß bei diesen Einsätzen nicht, wie es sich entwickelt, ob es Schmarrn ist oder ein Wichtigtuer.“ Daher müsse die Polizei auf Nummer sicher gehen. Nachdem die gesuchte Person in dem Hotel nicht zu finden war, habe man auch die Gegend absuchen müssen.

          Insgesamt sei man heute aber aufgrund der Sicherheitslage sensibler, sagte Schall am Dienstag weiter – und erinnerte: „Auch Bayern hatte Anschläge. Früher waren Amokläufe ein Phänomen in den Vereinigten Staaten. Aber heute haben wir auch in Deutschland einige Fälle.“

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