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Mordprozess Brunner : Sebastian L.: Mit elf Jahren Alkohol und Marihuana

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Der Angeklagte Sebastian L. litt unter depressiver Verstimmung Bild: dpa

Der im Mordprozess um den Manager Dominik Brunner angeklagte Sebastian L. leidet offenbar seit dem Tod seines Vaters unter depressiver Verstimmung. Darüber hinaus konsumiert er seit seinem elften Lebensjahr Alkohol und Marihuana.

          Sebastian L., einer der beiden Angeklagten im Münchner Prozess um den Tod von Dominik Brunner, litt offenbar nach dem Tod seines Vaters im November 2008 unter depressiven Verstimmungen. Seine intellektuellen Fähigkeiten liegen unter der Norm. Das geht aus einer ärztlichen Untersuchung vom Sommer 2009 hervor, die am Montag vor Gericht verlesen wurde. Der heute 18 Jahre alte Sebastian L. trinkt nach seinen Aussagen Alkohol, seitdem er elf Jahre alt war. Ebenfalls mit elf Jahren fing er auch an, regelmäßig Marihuana zu rauchen. Mit 14 Jahren kam dann noch Kokain hinzu. Auch seine Mutter und sein Vater hätten jeden Tag Alkohol getrunken, sagte Sebastian L. am Montagnachmittag aus.

          Die Mutter habe von seinem Drogenkonsum nichts mitbekommen. Sie erlitt im Jahr 2004 einen Hirnschlag und kam ins Krankenhaus. Daraufhin zog Sebastian L. zu seinem Vater. Die Eltern hatten sich getrennt, als er vier Jahre alt war. Nach dem Tod des Vaters im November 2008 kam Sebastian L. zu seiner Großmutter und nach einem weiteren Monat in ein Heim. Fortan folgten mehrere Heimaufenthalte, bis er 2009 in die Wohngemeinschaft „easy contact“ zog. Schon mit elf oder zwölf Jahren hatte Sebastian L. offenbar auf Spielplätzen von kleineren Kindern Geld gefordert.

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