https://www.faz.net/-gum-a2bog

In Gelsenkirchen : Mordanklage nach tödlichem Schuss auf SEK-Beamten

  • Aktualisiert am

Ermittler der Polizei suchten im April in einer Garage des Hauses des Tatverdächtigen mit einem Spürhund. Bild: dpa

Nach einem tödlichen Schuss auf einen SEK-Beamten in Gelsenkirchen ist Anklage wegen Mordes erhoben worden. Laut Landgericht sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Verdeckung erfüllt.

          1 Min.

          Rund drei Monate nach einem tödlichen Schuss auf einen SEK-Beamten in Gelsenkirchen ist Anklage wegen Mordes gegen den mutmaßlichen Täter erhoben worden. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts Essen auf Anfrage. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

          Laut Landgericht sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Verdeckung erfüllt. Demnach wollte der mutmaßliche Drogenhändler nicht, dass die Polizei in seiner Wohnung über ein Kilogramm Marihuana entdeckt. Wegen der Betäubungsmittel wurde der 29-Jährige dem Gericht zufolge ebenfalls angeklagt. Der Prozess ist noch nicht terminiert.

          Ein Spezialeinsatzkommando sollte Ende April die Wohnung des Verdächtigen stürmen. Der Mann schoss den Ermittlern zufolge zweimal auf die Beamten. Wie im Innenausschuss des Landtags im Mai ausgeführt worden war, flog eine Kugel durch die Armöffnung der Schutzweste des 28 Jahre alten Beamten, der die Tür aufgestoßen hatte. Die Kugel drang demnach durch den Körper zunächst in die Lunge und dann das Herz ein, wodurch der Polizist verblutete.

          Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach damals vom „schwärzesten Tag in der Geschichte der Spezialeinheiten“ in NRW.

          Weitere Themen

          Spanien steht besser da

          Zweite Coronawelle : Spanien steht besser da

          Die Iberische Halbinsel kämpft gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie. Frühere Fehler will die spanische Regierung dabei vermeiden. Das Infektionsgeschehen scheint vorerst unter Kontrolle.

          Knapp 23.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages

          Robert-Koch-Institut : Knapp 23.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages

          Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erreicht nach Angaben des Robert-Koch-Institus mit 432 den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derweil auch bei Kita-Kindern über dem Wert von 50. Die Tendenz ist rückläufig.

          Topmeldungen

          Wollen keine Spaltung: Biden und Harris am 1. Dezember in Wilmington

          Joe Biden gegen Spaltung : Die Botschaft lautet Zuversicht

          Biden glaubt, dass Kompromisse zwischen Demokraten und Republikanern möglich sind – trotz aller Polarisierung. Ein Einlenken beim Abzug der Soldaten aus Deutschland scheint ein erstes Zeichen dafür zu sein.
          Pfizer stellt den Impfstoff in Belgien und den Vereinigten Staaten her.

          Impfstoffherstellung : Qualitätsproblem bremst Biontech

          Pfizer und Biontech müssen ihrem hohen Tempo Tribut zollen und können nur halb so viele Impfstoffdosen liefern wie ursprünglich geplant. Wer macht das Rennen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.