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Freundin in Kopf geschossen : Schuldspruch gegen Immobilienerbe Robert Durst wegen Mordes

  • Aktualisiert am

Robert Durst nimmt vergangen Mai an der Verhandlung gegen ihn teil. Bild: Al Seib/AFP

Der New Yorker Millionär soll vor Jahrzehnten mehrere Menschen ermordet haben. In einem Fall haben Geschworene ihn nun für schuldig befunden.

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          In einem aufsehenerregenden Mordprozess ist der New Yorker Immobilienerbe Robert Durst schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen in Los Angeles gelangten am Freitag nach kurzer Beratung zu der Überzeugung, dass der heute 78 Jahre alte Durst im Dezember 2000 seine enge Freundin Susan Berman in ihrem Haus in Los Angeles mit einem Schuss in den Hinterkopf tötete.

          Der Prozess gegen den unter anderem aus einer Doku-Serie des Senders HBO bekannten Multimillionär Durst hatte im März 2020 begonnen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Durst, er habe mit seiner Tat verhindern wollen, dass Berman zum Verschwinden seiner Ehefrau Kathleen im Jahr 1982 von der Polizei befragt wird.

          Auch bei dem Verschwinden seiner Frau steht Durst unter Verdacht. Der Immobilienerbe war im März 2015 in einem Hotelzimmer in New Orleans festgenommen worden – nur wenige Stunden vor Ausstrahlung des Finales der HBO-Fernsehdokumentation „The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst“ („Der Unglücksbringer: Das Leben und die Tode des Robert Durst“).

          Mögliches Geständnis aufgezeichnet

          Darin hatte Durst offenbar unbeabsichtigt eine Art Mordgeständnis abgelegt. Der Multimillionär war sich offenbar nicht bewusst, dass das Mikrofon angeschaltet war, als er vor sich hin murmelte: „Was zum Teufel habe ich getan? Sie alle umgebracht, natürlich.“ Dursts Anwälte argumentierten, die Aufnahme sei stark bearbeitet und verändert worden.

          Die HBO-Dokumentation befasste sich auch ausführlich mit dem Tod eines Nachbarn Dursts im Bundesstaat Texas im Jahr 2001. Der Immobilienerbe hatte den Mann in einer Auseinandersetzung erschossen und dessen Leiche zerstückelt. Zwei Jahre später wurde er aber überraschend wegen Notwehr freigesprochen.

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