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Ein ganzes Jahr lang : Wilderer muss im Gefängnis „Bambi“ schauen

  • Aktualisiert am

Damwild steht in einem Gehege im Wildpark Düsseldorf Bild: dpa

Ein Richter im Bundesstaat Missouri hat einen Wilderer dazu verurteilt, im Gefängnis einmal im Monat „Bambi“ zu gucken. Der Verurteilte hatte zuvor gegen „eine Riesenliste“ von Jagdgesetzen verstoßen.

          Ein Gericht im Bezirk Lawrence im amerikanischen Staat Missouri hat einen Wilderer für seine unerlaubte Jagd zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Als besondere Strafe müsse der Mann jetzt hinter Gittern jeden Monat „mindestens einmal“ den Disney-Filmklassiker „Bambi“ gucken, berichteten die Medien zu dem Urteil vom Montag (Ortszeit).

          Der 29-Jährige hatte den Berichten zufolge zusammen mit seinem Vater und beiden Brüdern gegen „eine Riesenliste“ von Jagdgesetzen verstoßen und in den vergangenen drei Jahren massenhaft Wild erlegt. Nach den Schüssen auf Hirsche schnitten sie den Tieren die Köpfe ab und ließen die Kadaver liegen.

          In dem Disney-Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1942 geht es um den kleinen Weißwedelhirsch Bambi, dessen Mutter von Jägern erschossen wurde. Bambi wird anschließend vom Vater großgezogen und von seinen tierischen Freunden Klopfer und Blume durchs Leben begleitet.

          Randy Doman, Leiter der Naturschutzbehörde in Missouri, zeigte sich beeindruckt von der vom Richter verhängten Zusatzstrafe. Damit wolle der Richter die Taten des Verurteilten in einen größeren Zusammenhang stellen.

          Berichtigung: Durchgehend im Text „Rehe“ gestrichen und durch eine allgemeinere Formulierung („Wild“) ersetzt. Es lag ein Übersetzungsfehler für „deer“ zugrunde. Zudem wurde präzisiert, dass es sich bei „Bambi“ um einen dem Reh ähnlichen kleinen Hirsch handelt.

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