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Fühlte sich selbst wie ein Kind: Michael Jackson im Jahr 1990 mit dem mutmaßlichen Missbrauchsopfer Wade Robson und dessen Mutter Joy (Mitte). Bild: Polaris/laif

Vorwürfe gegen Michael Jackson : „Missbrauchstäter sind meist nett“

Die Psychologin Lydia Benecke über die neuen Vorwürfe gegen Michael Jackson, die Taktik von Missbrauchstätern und Parallelen zum Fall Lügde.

          5 Min.

          Frau Benecke, zur Zeit macht eine Dokumentation Furore, die schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson erhebt. Viele können das nicht glauben und sagen, Jackson habe Kinder einfach bloß sehr geliebt. Für wie wahrscheinlich halten Sie das?

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Das ist schwer zu sagen. Auch wenn es kein Urteil bezogen auf Schuld oder Unschuld erlaubt, lässt sich aber festhalten: Fachleute wie ich, die mit Missbrauchstätern arbeiten, bemerken starke Parallelen zwischen Michael Jacksons Auffälligkeiten und denen von pädosexuellen Missbrauchstätern. Zum Beispiel, dass Michael Jackson sich selbst wie ein Kind fühlte, sich im Umgang mit hauptsächlich vorpubertierenden Jungen am wohlsten fühlte. Und das mit der Begründung, er habe eben keine glückliche Kindheit gehabt und wolle diese einfach nachholen.

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