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Vier Models erheben Vorwürfe : Missbrauchsermittlungen gegen Ex-Chef von Model-Agentur Elite

  • Aktualisiert am

Carré Otis wirft Marie vor, sie im Alter von 17 Jahren vergewaltigt zu haben (hier ist sie während einer Filmszene in „Wilde Orchidee 1989 zu sehen). Bild: Picture-Alliance

Die französische Justiz ermittelt gegen Gérald Marie, den früheren Chef der Pariser Model-Agentur Elite. Mehrere ehemalige Models werfen ihm Vergewaltigung vor. Eines der Opfer soll dabei erst 17 Jahre alt gewesen sein.

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          Wegen des Verdachts der Vergewaltigung von Mannequins hat die französische Justiz vorläufige Ermittlungen gegen den früheren Chef der Pariser Model-Agentur Elite eingeleitet. Vier Frauen beschuldigen den früheren Europa-Chef der Agentur, Gérald Marie, sie vor mehr als zwei Jahrzehnten vergewaltigt oder sexuell belästigt zu haben, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Darunter ist die Ex-Frau des amerikanischen Schauspielers Mickey Rourke, Carré Otis.

          Die Taten ereigneten sind nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP in den Jahren 1980 bis 1998 und könnten bereits verjährt sein. Drei frühere Models werfen Marie demnach Vergewaltigung vor. Carré Otis, die heute nach einer Wiederheirat Carre Sutton heißt, spricht von „unzähligen“ Vergewaltigungen durch den früheren Agenturchef im Jahr 1986, als sie erst 17 Jahre alt war. Die ehemaligen Mannequins Ebba Karlsson und Jill Dodd machen jeweils eine Vergewaltigung als junge Frauen in den Jahren 1990 und 1980 geltend.

          Belästigt während Undercover-Recherche

          Der heute 70-jährige Gérald Marie war 25 Jahre lang Europa-Chef der Agentur Elite. Er war zwischenzeitlich mit dem Top-Model Linda Evangelista verheiratet. Gegenüber britischen Medien hat er die Vorwürfe bestritten.

          Der Fall kam durch Veröffentlichungen in Großbritannien ins Rollen. Unter den mutmaßlichen Missbrauchsopfern ist auch die frühere BBC-Journalistin Lisa Brinkworth. Sie gibt an, von Marie 1998 sexuell belästigt worden zu sein, als sie undercover über sexuelle Gewalt in der Modelbranche recherchierte.

          Ein Stillhalteabkommen zwischen der BBC und der Agentur Elite habe sie aber daran gehindert, die Vorwürfe öffentlich zu machen, gibt Brinkworth weiter an. Eine Stellungnahme des britischen Senders liegt bisher nicht vor.

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