https://www.faz.net/-gum-9gdqe

In Hochsicherheitsgefängnis : Mindestens 20 Tote bei Häftlingsmeuterei in Tadschikistan

  • Aktualisiert am

Mit Werkzeugen aus der Gefängniswerkstatt als Waffen greifen die Häftlinge Wachleute an. Es kommt zu stundenlangen Kämpfen, bei denen auch zwei Wachleute sterben. In der Haftanstalt sind Mörder und Islamisten untergebracht.

          Bei einer Häftlingsmeuterei in einem Hochsicherheitsgefängnis in Tadschikistan sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Rund 20 Häftlinge und zwei Wachleute seien bei stundenlangen Kämpfen im Gefängnis von Chudschand im Norden der zentralasiatischen Republik getötet worden, sagten Vertreter der Sicherheitsbehörden am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Regierung äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

          Sechs weitere Wächter wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen bei dem Aufstand verletzt. Die Meuterei begann den Angaben zufolge am Mittwochabend und zog sich bis Donnerstagmorgen hin. Häftlinge hätten Werkzeuge aus einer Gefangenenwerkstatt als Waffen eingesetzt.

          Chudschand ist die zweitgrößte Stadt der ehemaligen Sowjetrepublik. In der Haftanstalt sind für schwere Straftaten zu langen Haftstrafen verurteilte Häftlinge untergebracht, darunter Mörder und Islamisten.

          Bereits in der Vergangenheit war das Gefängnis in die Schlagzeilen geraten. Vor zwei Jahren waren bei einem Ausbruchsversuch ein Häftling und ein Wächter getötet worden. Nach Behördenangaben wollten sich die drei Ausbrecher damals der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anschließen.

          Weitere Themen

          Ein Haus für Hollywood

          FAZ Plus Artikel: Oscar-Museum : Ein Haus für Hollywood

          Die Oscar-Akademie träumt seit fast 90 Jahren von einem Museum über die Geschichte der Traumfabrik. Doch der Bau wird immer teurer und auch in diesem Jahr wohl nicht fertig.

          Zahl der „Hate Crimes“ in Amerika nimmt weiter zu

          FBI-Statistik : Zahl der „Hate Crimes“ in Amerika nimmt weiter zu

          Die Zahl der Straftaten, die durch Hautfarbe, Herkunft, Religion oder sexuelle Orientierung der Opfer motiviert wurden, ist in Amerika gestiegen. Allein bei Verbrechen gegen Juden registrierte das FBI einen Anstieg von fast 37 Prozent.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.