https://www.faz.net/-gum-8cv0a

Wegen Mobbing und Belästigung : Millionenstrafe für Yoga-Guru Choudhury

  • Aktualisiert am

Der Yoga-Guru Bikram Choudhury und seine Jünger, fotografiert im Jahr 2003 in Los Angeles. Dort hat ihn ein Gericht jetzt zu 6,5 Millionen Dollar Schadensersatz für eine frühere Mitarberbeiterin verurteilt. Bild: AP

Bikram Choudhury, Begründer des beliebten Bikram-Yoga, muss einer ehemaligen Mitarbeiterin fast sechseinhalb Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. Er hatte sie gemobbt und entlassen, nachdem sie sich für Frauen einsetzte, die er sexuell belästigt hatte.

          1 Min.

          Wegen Mobbing und Belästigung ist der Begründer von Bikram-Yoga in den Vereinigten Staaten zu einer Millionenstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Los Angeles gab damit einer Anwältin Recht, die für Bikram Choudhury gearbeitet hatte. Nach ihren Angaben wurde sie von dem Mann hinter dem weltweiten Bikram-Imperium gemobbt, nachdem sie gegen die sexuelle Belästigung von Frauen im Unternehmen Stellung bezogen hatte. Bikram-Yoga wird in extra aufgeheizten Räumen praktiziert und ist weltweit verbreitet.

          Die Klägerin Minakshi Jafa-Bodden leitete die Justizabteilung des Imperiums. Als solche sprach sie nach eigenen Angaben mehrere ihr zugetragene Fälle von sexueller Belästigung und sexuellen Übergriffen am Arbeitsplatz an. Unter anderem ging sie Vorwürfen nach, dass eine Praktikantin vergewaltigt worden sei. Wegen ihres Einsatzes für die Frauen wurde sie nach eigenen Angaben schikaniert und bedroht und schließlich gefeuert. Auch sei sie selbst von ihrem Chef sexuell belästigt worden.

          Choudhury soll laut dem am Dienstag gefällten Urteil an die Klägerin 6,47 Millionen Dollar Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen. Am Montag hatte ihn die Jury in dem Fall bereits zu knapp einer Million Euro Entschädigungszahlung verurteilt. Der aus Indien stammende  Choudhury soll nach seiner Übersiedlung in die Vereinigten Staaten mit seiner Yoga-Idee immensen Reichtum angehäuft haben. Vor Gericht erklärte der 69 Jahre alte  Choudhury allerdings, dass er – trotz beispielsweise bis zu 40 Luxusautos in seiner Garage – kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Lothar Wieler und Jens Spahn am vergangenen Freitag in der Bundespressekonferenz.

          Corona-Liveblog : Spahn: „Noch liegt zu viel Impfstoff im Kühlschrank“

          Der Gesundheitsminister und RKI-Präsident Lothar Wieler äußern sich zur Situation in Deutschland +++ Die Queen fordert zu Impfungen auf +++ Söder will Grenzkontrollen „so lange wie nötig“ fortsetzen +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.
          Mehr Schatten als Licht: Die Unternehmensberatung McKinsey wechselt nach einer Serie von Skandalen ihre Führung aus.

          Berater in der Krise : Chaostage bei McKinsey

          Die Unternehmensberatung McKinsey wechselt nach einer Serie von Skandalen ihre Führung aus. Und wirft damit Fragen nach ihrem Reformwillen auf.
          „In der EU herrscht Zusammenbruch“: Präsident Putin am Mittwoch im Kreml

          Putin und die Pandemie : Russlands versteckte Corona-Tote

          Präsident Wladimir Putin lobt den russischen Umgang mit der Corona-Pandemie, zumal im Vergleich zum Westen. Doch die enorme Übersterblichkeit lässt das Schlimmste befürchten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.