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Mexiko : Finanzchef des Sinaloa-Kartells verhaftet

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Mit diesem Foto hatte die mexikanische Polizei lange nach Juan Manuel Alvarez Inzunza gefahndet. Bild: dpa

Den Boss „El Chapo“ hatte die mexikanische Polizei schon im Januar gefasst – jetzt hat sie auch den Finanzchef des mächtigsten Drogen-Kartells des Landes festgenommen.

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          Die mexikanische Polizei hat im Süden des Landes den mutmaßlichen Finanzchef des mächtigen Sinaloa-Kartells gefasst. Juan Manuel Álvarez Inzunza sei von Eliteeinheiten der Bundespolizei und Soldaten in der Stadt Oaxaca festgenommen worden, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Der 34 Jahre alte Kriminelle wurde auch „König Midas“ genannt und soll die internationale Geldwäsche für das Drogenkartell organisiert haben.

          In den vergangenen zehn Jahren soll er insgesamt etwa 3,6 Milliarden Euro an Drogengeldern für das Kartell gewaschen haben. Die Geldwäsche fand den Ermittlern zufolge nicht nur in Mexiko, sondern auch in Kolumbien, Panama und den Vereinigten Staaten statt. Álvarez Inzunza könnte an die Vereinigten Staaten ausgeliefert werden.

          Das Sinaloa-Kartell gilt als die mächtigste Drogenbande Mexikos und eine der mächtigsten Lateinamerikas. Neben dem Drogenschmuggel ist das Kartell auch in Produktpiraterie, Menschenhandel und Schutzgelderpressung verwickelt.

          Es wurde von Joaquín „El Chapo“ Guzmán geführt, der im vergangenen Juli bei einem filmreifen Ausbruch durch einen zu seiner Gefängniszelle führenden Tunnel entwischt war. Es war bereits sein zweiter Gefängnisausbruch. Nach monatelanger Fahndung wurde der 58-Jährige Anfang Januar gefasst. Der zweite Kartellboss Ismael Zambada García ist noch immer auf freiem Fuß.

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