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Mexiko : Mindestens elf Menschen bei Angriff auf Party erschossen

  • Aktualisiert am

Ein Soldat bewacht den Tatort in Tonalá. Bild: Fernado Carranza/Reuters

Die Leichen lagen auf dem Bürgersteig: In der Stadt Tonalá fallen mindestens elf Menschen einem Angriff zum Opfer. Seit der Drogenkrieg das Land im Griff hat, ist die Zahl der Morde extrem hoch.

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          Bei einem bewaffneten Angriff auf eine Party in Tonalá im Westen Mexikos sind Behördenangaben zufolge mindestens elf Menschen erschossen worden. „Auf dem Bürgersteig wurden die Leichen von zehn Männern mit Schusswunden gefunden“, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Jalisco, in der Tonalá liegt. Außerdem sei im Haus ein Minderjähriger tot aufgefunden worden, der ebenfalls Schussverletzungen aufwies.

          Eine Frau und ein Junge wurden demnach verletzt. Die Täter sollen laut der Mitteilung vom Samstagabend (Ortszeit) von einem Pickup aus das Feuer eröffnet haben.

          Fast 100 Morde pro Tag in Mexiko

          Seit Ende 2006 der sogenannte Drogenkrieg in Mexiko ausbrach, hat die Gewalt in dem Land mit rund 126 Millionen Einwohnern immense Ausmaße erreicht. Derzeit werden fast 100 Morde pro Tag registriert – in Deutschland waren es 2019 insgesamt 245. Zudem gelten in Mexiko mehr als 82.000 Menschen als verschwunden.

          Das Blutvergießen geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die am Drogenschmuggel in die benachbarten Vereinigten Staaten beteiligt sind, aber auch durch Entführungen, Erpressung und andere Verbrechen Geld erbeuten. Oft haben sie Verbindungen zu Sicherheitskräften. Laut Zahlen des Thinktanks IEP werden nur etwa drei Prozent der in Mexiko gemeldeten Straftaten aufgeklärt.

          Der westmexikanische Bundesstaat Jalisco gilt als besonders gefährlich. Die Wiege des mächtigen Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) erlebt derzeit eine besonders schlimme Gewaltwelle.

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