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Mexikanischer Drogenboss : „El Chapo“ soll auf der Flucht Kalifornien besucht haben

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Der mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán in einem Hochsicherheitsgefängnis Bild: AFP

Die Tochter des mexikanischen Drogenbosses „El Chapo“ hat Details über dessen spektakuläre Flucht verraten. Demnach sei es es ihm mehrfach gelungen, unerkannt in die Vereinigten Staaten zu reisen.

          Der mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán ist nach Angaben seiner Tochter während seiner fünfmonatigen Flucht zwei Mal in den Vereinigten Staaten gewesen. So sei ihr Vater unter anderem kurz nach dem Treffen mit dem Schauspieler Sean Penn im Oktober in Kalifornien gewesen, um sich ihr neues Haus anzusehen, sagte Rosa Isela Guzmán Ortiz der britischen Zeitung „The Guardian“.

          Die 39-Jährige hat die amerikanische Staatsbürgerschaft und lebt mit ihren vier Kindern im Bundesstaat Kalifornien. Wie der Gesuchte es schaffte, die Grenze zu überqueren, wollte sie nicht verraten. Die Vereinigten Staaten fordern die Auslieferung des mutmaßlichen Bosses des Drogenkartells Sinaloa. Mittlerweile will er nach Angaben seines Anwalts selbst dorthin ausgeliefert werden, weil er sich in Mexiko nicht mehr sicher fühlt.

          Bei einem filmreifen Ausbruch war „El Chapo“ im vergangenen Juli durch einen zu seiner Gefängniszelle führenden Tunnel entwischt – es war bereits sein zweiter Gefängnisausbruch. Nach monatelanger Fahndung wurde der 58-Jährige am 8. Januar gefasst. Im mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis Altiplano steht er nun unter besonderer Bewachung.

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