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Femizide in Mexiko : Tausende Knochenteile bei mutmaßlichem Serienmörder entdeckt

  • Aktualisiert am

Ermittler der kriminaltechnischen Untersuchung vor dem Haus des mutmaßlichen Serienmörders in Atizapan, Mexiko. Bild: AFP

In der Nähe von Mexiko–Stadt finden Ermittler mehr als 3700 Knochenteile im Haus eines mutmaßlichen Serienmörders. Die forensische Analyse ergab, dass die Knochen zu 17 Personen gehören könnten.

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          Mexikanische Ermittler haben bei Ausgrabungen im Haus eines mutmaßlichen Frauen-Serienmörders im Großraum von Mexiko-Stadt mehr als 3700 Knochenteile gefunden. Die Knochen könnten von 17 Personen stammen, berichteten mexikanische Medien wie der Sender „TV Azteca“ unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft des zentralen Bundesstaates Mexiko.

          Demnach wurden in dem Haus in der Stadt Atizapán auch verschiedene Objekte wie Handys, Schmuck, Handtaschen und Schlüsselbunde gefunden, die den Personen gehört haben könnten. Mit sechs Angehörigen von Vermissten sei Kontakt aufgenommen worden. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, auch weil nach Abschluss der Grabungen in der Küche und eines Teils des Gartens nun die Arbeit in weiteren Wohnräumen und dem Keller beginne.

          Vor rund einem Monat waren die Ermittler bei der Untersuchung des Mordes an einer 34-Jährigen im Haus des verdächtigen Mannes auf Hinweise auf weitere Verbrechen gestoßen. Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der mutmaßliche Serienmörder seit dem Jahr 1991 Frauen in seinem Haus tötete und anschließend zerstückelte.

          Mexiko ist seit Jahren von einem fortwährenden Drogenkrieg gebeutelt, im Schnitt werden knapp 100 Tötungsdelikte pro Tag verübt. Zum Vergleich: In Deutschland gab es im Jahr 2019 insgesamt 245 Morde. Allein im Jahr 2020 zählte die mexikanische Regierung 966 Femizide – also Morde an Frauen aufgrund ihres Geschlechts.

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