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Merkel spricht Beileid aus : Bestürzung nach Tod von Fritz von Weizsäcker

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Beatrice von Weizsäcker, der getötete Fritz von Weizsäcker, Joachim Gauck und Marianne von Weizsäcker beim Staatsakt für den 2015 gestorbenen Richard von Weizsäcker Bild: dpa

Nach dem tödlichen Angriff auf Fritz von Weizsäcker zeigen sich Politiker und Kollegen bestürzt. Bundeskanzlerin Merkel hat ihr Beileid bekundet.

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          Nach der tödlichen Messerattacke auf den Arzt Fritz von Weizsäcker zeigen sich Politiker bestürzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Familie von Weizsäcker ihr Beileid ausgesprochen. „Es ist ein entsetzlicher Schlag für die Familie von Weizsäcker, und die Anteilnahme der Bundeskanzlerin, sicher auch der Mitglieder der Bundesregierung insgesamt, gehen an die Witwe, an die ganze Familie“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

          Am Dienstag hatte sich schon FDP-Vorsitzender Christian Lindner auf Twitter geäußert. „Ich bin fassungslos und muss meine Trauer teilen. Einmal mehr fragt man sich, in welcher Welt wir leben“, schrieb Lindner. Lindner kritisierte zudem, dass die Nachricht missbraucht würde, um „für rechte Ideen zu werben“. Davon distanziere er sich.

          Die Berliner Charité-Professorin Britta Siegmund würdigte Fritz von Weizsäcker als angenehmen Menschen und fachlich versierten Kollegen. „Das geht echt nahe“, sagte Siegmund am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Von Weizsäcker war am Dienstagabend während eines öffentlichen Vortrags in der Berliner Schlosspark-Klinik erstochen worden. Er war ein Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.

          Fritz von Weizsäcker galt als Experte für Leber- und Gallenwegserkrankungen. Der 59-Jährige war Siegmunds Stellvertreter im Vorstand der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg. „Er reißt ein Riesenloch in der Gesellschaft, was wir erst mal füllen müssen“, sagte Siegmund. Er sei auf seinem Gebiet ein gestandener Mediziner gewesen, der sich sehr gut ausgekannt habe.

          Es sei schon der zweite Kollege, den sie auf diese Weise verliere, sagte Siegmund mit Blick auf den Tod eines Charité-Kollegen 2016. Eine Sicherheitsdebatte zu führen, hält sie derzeit aber nicht für sinnvoll. „Wir wissen jetzt zu wenig, was passiert ist.“ Erst einmal seien die Gedanken bei der Familie.

          Der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker soll am Dienstagabend in Berlin während eines Fachvortrags erstochen worden sein. Über das Motiv des 57 Jahre alten Tatverdächtigen war zunächst nichts bekannt. Laut Ermittlern kommt er aus Rheinland-Pfalz und hat keinen festen Wohnsitz in Berlin.

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