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Tennessee : Bewaffneter attackiert Militäreinrichtungen – fünf Tote

  • Aktualisiert am

Die Schießerei soll sich am Morgen amerikanischer Zeit in dem Ort Chattanooga im Bundesstaat Tennessee ereignet haben. Bild: AP

Ein Amokläufer hat im amerikanischen Bundesstaat Tennessee mehrere Militäreinrichtungen angegriffen und dabei vier Menschen getötet. Auch der Schütze kam ums Leben. Die Ermittler gehen vorläufig von einem Terrorakt aus.

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          Bei einem Angriff auf amerikanische Militäreinrichtungen im Bundesstaat Tennessee sind am Donnerstag vier Soldaten und der Attentäter erschossen worden. Die Bundespolizei FBI gab den Namen des mutmaßlichen, 24-jährigen Schützen als Mohammod Youssuf Abdulazeez an. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen amerikanischen Staatsbürger kuwaitisch-jordanischer Abstammung. Er lebte demnach seit langem in den Vereinigten Staaten. Er war gut ausgebildet, hatte einen Ingenieursabschluss und wohnte in der Region von Chattanooga.

          Nach Angaben von Insidern überprüften die Ermittler, ob der Angriff in Chattanooga von einer radikalen Gruppe wie dem „Islamischen Staat“ (IS) inspiriert gewesen sein könnte. Die zuständige Staatsanwaltschaft erklärte, der Fall werde provisorisch als einheimischer Terrorakt eingestuft, bis eine offizielle Festlegung getroffen worden sei.

          Den Behörden zufolge eröffnete der Täter zuerst das Feuer auf ein Rekrutierungsbüro in einer Einkaufspassage. Dann sei der er zu einem zehn Kilometer entfernten Büro der Marine-Reserve gefahren und habe dort vier Marineinfanteristen getötet. Er selbst sei dann bei einem Feuergefecht mit der Polizei erschossen worden. Es seien drei weitere Personen bei dem Vorfall verletzt worden, darunter ein Polizist und ein weiterer Marine. Der Angriff habe insgesamt etwa 30 Minuten gedauert.

          Präsident Barack Obama erklärte in einer ersten Stellungnahme, offenbar habe es sich um die Tat eines Einzelnen gehandelt. Er drückte den Familien der Opfer sein Beileid aus. Verteidigungsminister Ashton Carter sprach von einem „sinnlosen Akt der Gewalt“. Das Heimatschutzministerium ordnete verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an einigen Bundeseinrichtungen an. In Chattanooga, mit etwa 173.000 Einwohnern etwa so groß wie Saarbrücken, sollten örtlichen Medien zufolge noch am Abend Trauerfeiern abgehalten werden.

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