https://www.faz.net/-gum-8d817

Karneval in Köln : Mehr sexuelle Übergriffe bei Polizei gemeldet

  • Aktualisiert am

Erhöhte Polizei-Präsenz beim Karneval in Köln. (Archiv-Foto) Bild: dpa

Die Zahl der sexuellen Übergriffe in Köln ist an Weiberfastnacht deutlich gestiegen – laut Polizei hat das vor allem einen Grund.

          Die Zahl der gemeldeten sexuellen Übergriffe ist in Köln zu Beginn des Straßenkarnevals deutlich gestiegen. Es seien 22 Sexualdelikte an Weiberfastnacht angezeigt worden, sagte Polizeidirektor Michael Temme. Im vergangenen Jahr seien es gerade mal neun Anzeigen gewesen – im Jahr davor zehn.

          Von den 22 gemeldeten Delikten waren zwei nach Angaben der Polizei „schwerwiegend“: Im ersten Fall war das Opfer eine belgische Fernsehreporterin. „Die Journalistin ist vor laufender Kamera begrapscht und sexuell belästigt worden“, sagte Temme. Der zweite Fall betrifft eine Frau, die am frühen Freitagmorgen auf dem Heimweg niedergeschlagen und „offenbar auch vergewaltigt wurde“, so Temme weiter.

          Der Polizeidirektor führe die gestiegene Anzeigenzahl auf eine veränderte Anzeigenbereitschaft in der Bevölkerung zurück. Er vermutet, dass die Bereitschaft, solche Vorfälle auch tatsächlich anzuzeigen, seit den Vorfällen der Kölner Silvesternacht gestiegen ist. Temme berichtete von einem Fall, in dem ein Türsteher zu einer Frau gesagt haben soll, er wolle sie nur gegen 25 Euro oder ein „Bützje“ (Küsschen) reinlassen. „Ich will das nicht verharmlosen, aber das zeigt doch, dass sich die Anzeigebereitschaft der Frauen verändert hat“, sagte Temme. Vor einem Jahr wäre das sicher noch nicht angezeigt worden.

          Weitere Themen

          Amerikas Sommer der Extreme

          Gefährliche Hitzewelle : Amerikas Sommer der Extreme

          In vielen Gegenden Amerikas herrschen derzeit gefährlich hohe Temperaturen. Städte wie New York müssen sich in Zukunft auf noch extremere Sommer einstellen, warnen Klimaforscher.

          Topmeldungen

          Gefährliche Hitzewelle : Amerikas Sommer der Extreme

          In vielen Gegenden Amerikas herrschen derzeit gefährlich hohe Temperaturen. Städte wie New York müssen sich in Zukunft auf noch extremere Sommer einstellen, warnen Klimaforscher.

          Attacke von Tony Blair : „Johnson ist kein Dummkopf“

          Der frühere britische Premierminister Tony Blair sieht einer möglichen Regierung von Boris Johnson kritisch entgegen. Die CDU wiederum könnte sich vorstellen, dass Johnson positiv überrascht.
          Weiß, was uns fehlt: ARD-Hauptstadtkorrespondentin Kristin Joachim.

          Klimahysterie im Ersten : Wir müssen gezwungen werden!

          Von der ARD lernen heißt, gehorchen lernen. Den Eindruck bekommt man, wenn man abends die „Tagesthemen“ einschaltet oder morgens das Radio. Da werden Vorschriften gemacht, dass es nur so kracht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.