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Zahlen des Bundeskriminalamts : Mehr Verfahren wegen Menschenhandels

  • -Aktualisiert am

Polizisten überprüfen Personalien im Rotlichtmilieu in Bonn. Mit einer groß angelegten Razzia geht die Bundespolizei gegen Organisierte Kriminalität vor. Bild: dpa

Neu veröffentlichte Zahlen des Bundeskriminalamts zeigen: Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels steigt. Was unter den Strafbestand fällt, wurde kürzlich in einer Reform neu bestimmt.

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          Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels und Ausbeutung ist im vergangenen Jahr gestiegen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag mitteilte, gab es 2018 knapp 390 abgeschlossene Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Menschenhandels und Ausbeutung, das waren rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut BKA begründet sich die Zunahme teilweise in einer Reform strafrechtlicher Normen.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Unter dem Begriff der Ausbeutung werden sexuelle Ausbeutung, Arbeitsausbeutung sowie etwa Ausbeutung bei der Bettelei erfasst. Die Zahl der Opfer ging im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf knapp 500 zurück. Dazu zählen auch 430 Opfer der sexuellen Ausbeutung, diese waren meist weiblich und stammten überwiegend aus Deutschland (79 Personen), Bulgarien (66), Rumänien (63) und Nigeria (61). Die mit Abstand meisten Verfahren des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung gab es in Nordrhein-Westfalen und Berlin.

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