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Tate-LaBianca-Morde : Das grausame Ende der sechziger Jahre

  • -Aktualisiert am

Singend auf dem Weg in den Gerichtssaal: Die Mitglieder der Manson-Familie Patricia Krenwinkle (links im Rüschenkleid) , Leslie Van Houton (daneben) Susan Atkins (ganz rechts) wurden 1969 wegen mehrerer Morde, darunter dem an Sharon Tate, angeklagt. Bild: Los Angeles Times / Polaris/laif

Die Tate-LaBianca-Morde erschütterten vor 50 Jahren Amerika. Den noch lebenden Täterinnen ist ihre damalige Brutalität heute unbegreiflich.

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          Der Waverly Drive in den Hügeln von Los Feliz ist nicht schwer zu finden. Und seit Quentin Tarantino die Tate-LaBianca-Morde für das Horrormärchen „Once Upon A Time in Hollywood“ aufbereitet hat, winden sich täglich Autoschlangen durch die Wohngegend nördlich von Los Angeles’ Skyline. Ihr Ziel: die Hausnummer 3311. Die weiße Villa hinter dem üppig verzierten Metalltor wurde vor 50 Jahren zu einem der blutigsten Tatorte in der Geschichte der Stadt.

          In der Nacht zum 10. August 1969 brach der selbsternannte Kultführer Charles Manson in das Haus ein, ließ dessen Bewohner, die Eheleute Rosemary und Leno LaBianca, fesseln und verschwand. Anschließend setzten Mansons Anhänger Charles „Tex“ Watson, Leslie Van Houten und Patricia Krenwinkel die Messer an. Die Gerichtsmediziner fanden später an Rosemary LaBiancas Leichnam 41 Stichwunden. Einige wurden der Neununddreißigjährigen beigebracht, als ihr Herz schon nicht mehr schlug. Ihr Ehemann Leno LaBianca starb durch zwölf Stiche eines Bajonetts. Bevor Mansons Jüngerin Krenwinkel die Villa verließ, ritzte sie dem Leichnam des Geschäftsmanns das Wort „War“ in die Brust und rammte ihm eine Gabel in den Bauch. Mit dem Blut der Opfer schmierte sie „Rise“, „Death to Pigs“ und „Helter Skelter“, Mansons Version eines apokalyptischen Rassenkriegs, an Wände und Kühlschrank.

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