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Manson Family : Leslie Van Houten bleibt in Haft

  • Aktualisiert am

Leslie Van Houten während einer Anhörung in Corona, 2017 Bild: AP

Das Begnadigungsgesuch der Anhängerin von Charles Manson wurde am Montag abgelehnt. Van Houten hat seit ihrer Verurteilung 1969 bereits mehr als 20 Begnadigungsgesuche gestellt – sie wird aber noch immer als gefährlich eingestuft.

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          Leslie Van Houten, eine ehemalige Anhängerin des Kultführers Charles Manson, bleibt in Haft. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom lehnte am Montag den Vorschlag der Begnadigungskommission ab, die verurteilte Mörderin nach fast 50 Jahren vorzeitig aus dem Gefängnis zu entlassen.

          Das jüngste Mitglied der berüchtigten „Manson Family“ hatte gemeinsam mit anderen Anhängern des Kults im August 1969 die Eheleute Rosemary und Leno LaBianca in deren Haus in Los Feliz bei Los Angeles getötet. Van Houten gab später zu, insgesamt 16 Mal mit einem Küchenmesser auf Rosemary LaBianca eingestochen zu haben. Den Leichnam ihres Ehemannes Leno LaBianca verstümmelte die Gruppe, bevor sie die Wände des Hauses mit dem Blut der Opfer beschmierte. Wie sich bei den Strafprozessen gegen die „Manson Family“ herausstellte, war das Ehepaar zufällig ausgewählt worden, um die Ermordung von Roman Polanskis Ehefrau Sharon Tate und ihren Freunden in der Nacht zuvor als Serie von Ritualverbrechen erscheinen zu lassen.

          Van Houten wurde damals zum Tode verurteilt. Als der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Todesstrafe einige Monate später aussetzte, wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt. Die 69 Jahre alte Van Houten stellte bereits mehr als 20 Begnadigungsgesuche. Den drei vorerst letzten Anträgen stimmte die Begnadigungskommission zu. Wie sein Vorgänger Jerry Brown lehnte Gouverneur Newsom eine vorzeitige Entlassung aber ab, da Van Houten unter Umständen weiterhin gefährlich sei.

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