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In Nordrhein-Westfalen : Mann bedroht Fahrgäste in Regionalzug mit Softair-Waffe

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Softair-Waffen sind meist Nachbauten echter Schusswaffen und kaum von ihnen zu unterscheiden. (Symbolfoto) Bild: dpa

Ein alkoholisierter Mann zielt am Freitagabend in einem Zug mit einer täuschend echt aussehenden Waffe auf andere Fahrgäste. Mitreisende überwältigen ihn. Am Tag zuvor hatte sich ein ähnlicher Vorfall in Berlin ereignet.

          In einem Regionalzug in Nordrhein-Westfalen hat ein Mann während der Fahrt eine täuschend echt aussehende Pistole gezogen und damit auf andere Fahrgäste gezielt. Wie die Polizei in Selm am Samstag mitteilte, wurde der 38 Jahre alte Mann am Freitagabend nach der Bedrohung seiner Mitreisenden beim Halt im Ortsteil Bork überwältigt. Dabei habe er Widerstand geleistet und die Beamten beleidigt.

          Der alkoholisierte Mann wurde vorläufig festgenommen. Bei der Waffe handelte es sich um eine Softair-Pistole. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

          Erst am Tag zuvor war es in Berlin zu einem Vorfall mit einer Softair-Waffe gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei schoss ein 15 Jahre alter Jugendlicher damit in eine voll besetzte S-Bahn. Zwei Bundespolizisten, die auf dem Weg zur Arbeit waren, nahmen den  polizeibekannten Jugendlichen direkt am Bahnsteig fest. Gegen ihn wird jetzt wegen Bedrohung, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Führens einer „Anscheinswaffe“ sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Er wurde der Mutter übergeben. Die Polizei sucht Zeugen.Durch die Schüsse wurde niemand verletzt.

          Softair-Waffen sind spezielle Druckluftwaffen, die bei taktischen Geländespielen verwendet werden. Sie verursachen in der Regel vor allem oberflächliche Verletzungen, die nicht lebensgefährlich sind. Da sie aber häufig Nachbauten von echten Schusswaffen und optisch kaum von ihnen zu entscheiden sind, zählen sie zu den sogenannten „Anscheinswaffen“. Sie dürfen in der Öffentlichkeit nicht geführt werden.

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