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Über zwei Jahrzehnte später : Mafiosi wegen Mordes an Mafia-Jäger Falcone verurteilt

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Umringt von bewaffneten Leibwächtern: Anti-Mafia-Richter Giovanni Falcone galt als einer der am besten geschützten Männer Italiens. Sein gewaltsamer Tod 1992 konnte jedoch nicht verhindert werden. Bild: AFP

Vor 24 Jahren explodierte eine Bombe unter dem Wagen des Anti-Mafia-Richters Giovanni Falcone. Er, seine Frau und drei Leibwächter kamen ums Leben. Nun wurden vier Mafiosi dafür verurteilt.

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          Mehr als 24 Jahre nach dem spektakulären Mord an Mafia-Jäger Giovanni Falcone sind in Italien vier Mafiosi zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht im sizilianischen Caltanissetta folgte mit seinem Urteil weitgehend den Anträgen der Anklage, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Ein fünfter Angeklagter wurde in dem neuen Prozess um den Mord freigesprochen.

          Der Richter Falcone, seine Frau und drei Leibwächter waren am Abend des 23. Mai 1992 mit einer 500-Kilo-Bombe in ihrem Auto getötet worden. Die Täter hatten den Sprengsatz in einem Abflussrohr unter der Schnellstraße deponiert, die Falcones Fahrzeugkolonne passierte.

          Mehrere Mafiosi wurden als Täter verurteilt, doch die genauen Hintergründe blieben lange unklar. Falcones Ermittlungen hatten Ende der achtziger Jahre zu dem bis dahin größten Prozess gegen die sizilianische Mafia geführt, 360 Angeklagte wurden verurteilt. Falcone galt als Symbolfigur im Kampf gegen die Cosa Nostra. Sein Tod stürzte Italien in einer schwere innenpolitische Krise.

          Die nun verurteilten Mafiosi sollen nach Ansicht des Gerichts als Hintermänner oder Täter beteiligt gewesen sein. Das neue Verfahren war eröffnet worden, nachdem ein ehemaliger Mafia-Killer weitere Details zu dem spektakulären Mord enthüllt hatte.

          Bild der Verwüstung: Tiefe Krater und zerstörte Autos am 23. Mai 1992 auf der Schnellstraße, die zum Schauplatz des Bombenattentats wurde.
          Bild der Verwüstung: Tiefe Krater und zerstörte Autos am 23. Mai 1992 auf der Schnellstraße, die zum Schauplatz des Bombenattentats wurde. : Bild: dpa

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