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Organisierte Kriminalität : Brasilien liefert einen der meistgesuchten Mafia-Bosse an Italien aus

  • Aktualisiert am

Rocca Morabito bei seiner Auslieferung am römischen Flughafen Ciampino. Bild: via REUTERS

Rocco Morabito, Mitglied der italienischen ’Ndrangheta, war 27 Jahre auf der Flucht. Nun wurde er an sein Heimatland ausgeliefert. Dort wartet eine lange Gefängnisstrafe auf ihn.

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          Brasilien hat nach Angaben von Interpol und den italienischen Behörden den Mafia-Boss Rocco Morabito an Italien ausgeliefert. Morabitos Auslieferung sei eine „starke Botschaft: So mächtig das kriminelle Netzwerk der Mafia auch sein mag, unser weltweites Polizei-Netzwerk ist stärker“, erklärte der Leiter der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft von Reggio Calabria, Giovanni Bombardieri, am Mittwoch. Der 56 Jahre alte Chef der kalabrischen 'Ndrangheta war im vergangenen Jahr nach 27 Jahren auf der Flucht festgenommen worden.

          Morabito wurde seit 1995 von der italienischen Justiz gesucht. Erstmals war er 2017 in einem Hotel in Uruguays Hauptstadt Montevideo festgenommen worden, nachdem er 13 Jahre lang unter falscher Identität in dem südamerikanischen Land gelebt hatte. 2019 entkam der „Kokain-König“ über das Dach seiner Haftanstalt und wurde im Mai 2021 in João Pessoa im Nordosten Brasiliens erneut festgenommen.

          Uruguay verzichtete auf einen Auslieferungsantrag, um eine direkte Überstellung Morabitos in sein Heimatland zu ermöglichen, wo er in Abwesenheit zu 30 Jahren Haft verurteilt worden war. Laut Interpol gehörte er zu den „meistgesuchten Flüchtigen weltweit“. Am Mittwochmorgen traf der 56 Jahre alte Morabito in Begleitung mehrerer Carabinieri am Flughafen von Rom ein.

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