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Innenstadt von Lüttich : Vier Tote bei Geiselnahme in Belgien

  • Aktualisiert am

Ausnahmezustand in Lüttich: Polizisten haben die belgische Innenstadt komplett abgesperrt. Bild: AFP

Eine Geiselnahme im belgischen Lüttich hat vier Menschen das Leben gekostet – darunter sind zwei Polizisten. Der bewaffnete Mann konnte in einer Schule „neutralisiert“ werden. Er ist offenbar identifiziert.

          Bei einer Geiselnahme im belgischen Lüttich sind am Dienstag vier Menschen gestorben. Unter ihnen seien auch zwei Polizisten und ein Beifahrer eines Autos, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die lokale Polizei berichtete. Zwei weitere Polizisten seien verletzt worden.

          Gegen 10.30 Uhr seien in der Innenstadt von Lüttich Schüsse gefallen. Wie die belgische Zeitung „Le soir“ berichtete, wurde der Mann demnach bei einer Routinekontrolle der Polizei angehalten und eröffnete das Feuer auf die Polizisten. Daraufhin sei der Mann geflohen und habe sich in einer Schule verschanzt, wo er eine Putzfrau als Geisel genommen haben soll. In der Schulaula beendete die Polizei die Geiselnahme. Der bewaffnete Mann wurde von einer Spezialeinheit, der „Peloton anti-banditisme“ (etwa: Anti-Kriminalitäts-Einheit) aus Lüttich, „neutralisiert“, wie „Le soir“ schreibt. Die Geisel sei demnach nicht verletzt worden.

          Die Schüler des Gymnasiums „Waha“ wurden in Sicherheit gebracht – und waren mit dem Täter demnach nicht in Kontakt gekommen. Das Viertel sei von der Polizei komplett abgesperrt, berichtete der belgische Radiosender „RTBF“.

          Das Motiv sei bislang völlig unklar. „Im Moment wissen wir nichts“, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft von Lüttich. Der Bürgermeister der Stadt, Willy Demeyer, befinde sich vor Ort. Das Krisenzentrum sei eingeschaltet. Nach Informationen von „Le Soir“ handele es sich bei dem Täter um Benjamin H., der 1985 geboren wurde. Demnach war er schon mit kleinkriminellen Handlungen wie Diebstahl und Körperverletzungen aufgefallen. Er galt als „ultra-gewaltätig“, schreibt die Zeitung. Zuvor gab es Berichte, dass der Täter „Allahu Akbar“ (Arabisch für: Gott ist groß) gerufen hätte. Dies wurde bislang nicht bestätigt.

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