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Zehn Angeklagte : Loveparade-Prozess soll Anfang Dezember beginnen

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Bei dem Technofestival waren 2010 an einer Engstelle 21 Menschen im Gedränge zu Tode gekommen, mindestens 652 wurden verletzt Bild: dpa

Lange wurde um den Loveparade-Prozess gestritten. Im Dezember soll jetzt ein Mammutverfahren beginnen. Angeklagt sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters. Das Gericht steht unter Zeitdruck.

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          Der Strafprozess um die Loveparade-Katastrophe von Duisburg soll noch in diesem Jahr beginnen. Der Vorsitzende der zuständigen Strafkammer habe den Verteidigern und den Vertretern der Nebenkläger den 6. oder den 8. Dezember als Prozessauftakt vorgeschlagen, teilte ein Sprecher des Duisburger Landgerichts am Mittwoch mit.

          Bei dem Technofestival waren am 24. Juli 2010 an einer Engstelle 21 Menschen im Gedränge zu Tode gekommen, mindestens 652 wurden verletzt. Die Opfer kamen aus Deutschland, China, Australien, Spanien, Italien und den Niederlanden.

          Angeklagt sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters. Sie müssen sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

          Das Gericht steht unter Zeitdruck

          Erwartet wird ein Mammutprozess, für den das Gericht auf dem Gelände der Messe Düsseldorf einen Saal im Kongresszentrum gemietet hat. Das Gericht steht unter Zeitdruck: Liegt bis zum 27. Juli 2020 kein erstinstanzliches Urteil vor, verjähren die vorgeworfenen Taten.

          Die Kammer will regelmäßig an drei Tagen pro Woche verhandeln, möglichst dienstags, mittwochs und donnerstags. Bis Mitte Februar 2018 sind zunächst 23 Verhandlungstage eingeplant. Weitere Termine will die Kammer zu einem späteren Zeitpunkt mit den Verfahrensbeteiligten abstimmen.

          Das Landgericht hatte zunächst die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. Diese Entscheidung hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf im April aufgehoben. Es hält eine Verurteilung der Angeklagten für „hinreichend wahrscheinlich“.

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