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Love-Parade-Prozess : Scharfe Kritik an Adolf Sauerlands Zeugenaussage

  • -Aktualisiert am

Adolf Sauerland, ehemaliger Oberbürgermeister von Duisburg, sitzt im Gerichtssaal des Love-Parade-Prozesses in der Außenstelle des Landgerichts Duisburg. Bild: dpa

Adolf Sauerland, ehemaliger Oberbürgermeister von Duisburg, ist am Montag scharf für seine Zeugenaussage im Love-Parade-Prozess kritisiert worden. Er habe ein „ein merkwürdiges Verständnis von Verantwortung“ offenbart.

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          Der frühere Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) ist am Montag scharf für seine Zeugenaussage im Love-Parade-Prozess kritisiert worden. Oberstaatsanwalt Uwe Mühlhoff sagte, der ehemalige Oberbürgermeister habe „ein merkwürdiges Verständnis von Verantwortung“ offenbart. Es sei erstaunlich, wie Sauerland jede inhaltliche Verantwortung für die Planung und Genehmigung des Techno-Festivals von sich weise, bei dem am 24. Juli vor acht Jahren 21 junge Leute im Gedränge starben und mehr als 600 Personen verletzt wurden. Sauerlands Behauptung, der Verwaltung seien keine Fehler unterlaufen, sei „nicht nachvollziehbar“.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Ein Verteidiger des früheren Duisburger Baudezernenten Jürgen D. sagte, „der wahre Skandal dieser Katastrophe“ sei die Art, wie sich Sauerland für unzuständig erkläre. Als verantwortlicher Leiter der Verwaltung sei er selbstverständlich zuständig gewesen. Ein Nebenkläger-Anwalt sagte, es sei verwunderlich, dass die Staatsanwaltschaft Sauerland nicht angeklagt habe. Sauerland hatte Anfang Mai im Prozess beteuert, „mit den Genehmigungsschritten, egal mit welchen“, nichts zu tun gehabt zu haben. „Die Genehmigungen sind da, wo die fachlich zuständigen Leute sitzen, ergangen.“

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