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Im Haus des Todesschützen : Sprengstoff, Waffen, Tausende Schuss Munition

  • Aktualisiert am

Haus des mutmaßlichen Todesschützen in Mesquite Bild: AP

Ermittler haben im Haus des mutmaßlichen Angreifers von Las Vegas ein großes Waffenarsenal entdeckt. Die Zahl der Todesopfer ist weiter gestiegen.

          Im Haus des mutmaßlichen Schützen von Las Vegas sind in der Stadt Mesquite 18 Handfeuerwaffen, mehrere Tausend Schuss Munition und Sprengsätze gefunden worden. Das teilte Bezirkssheriff Joseph Lombardo mit. In dem Auto des Verdächtigen wurden mehrere Pfund Ammoniumnitrat gefunden, das zur Herstellung von Sprengsätzen verwendet werden kann.

          Die Motive des Schützen, der sich nach der Tat das Leben nahm, waren weiterhin völlig unklar. Hinweise auf Verbindungen zur Dschihadistenmiliz IS, welche die Tat für sich reklamierte, seien nicht gefunden worden, sagte der Sheriff. Das zweite Privathaus des Mannes in der Stadt Reno solle ebenfalls durchsucht werden. Immobilienexperten schätzten den Wert der Häuser des Täters auf mindestens 700.000 Dollar.

          Zuvor waren nach Medienberichten in dem Hotelzimmer, aus dem der laut Polizei als 64-jähriger Rentner Stephen Paddock identifizierte Täter auf die Besucher eines Konzerts gefeuert hatte, bis zu 19 Schusswaffen entdeckt worden.

          Das Attentat ist das größte Schusswaffen-Massaker in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Es löst dort eine neue Debatte über das Waffenrecht aus. Politiker der oppositionellen Demokraten erneuerten Forderungen nach strengeren Gesetzen. Aus dem Lager der regierenden Republikaner war allerdings keine Unterstützung zu erkennen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Kongress eine Verschärfung beschließen wird. Eine Sprecherin von Präsident Donald Trump bezeichnete eine Debatte über das Waffenrecht als verfrüht. Trump will am Mittwoch nach Las Vegas reisen, um Opfer, Angehörige und Ersthelfer zu treffen.

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