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Brandenburg : Landwirt erschießt Mitarbeiter des Veterinäramtes

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Die Polizei sichert den Bauernhof im Havelland, auf dem ein Mitarbeiter des Veterinäramtes erschossen wurde. Bild: dpa

Ein 70 Jahre alter Bauer aus dem Havelland war mit der Haltung seiner 30 Rinder offenbar überfordert. Als Mitarbeiter des Veterinäramtes kommen, um die Tiere mitzunehmen, eröffnet er aber das Feuer. Ein Mann stirbt.

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          Ein 70 Jahre alter Landwirt, der mit der Haltung seiner 30 Rinder offenbar überfordert war, hat am Dienstag auf seinem Hof in Klein Behnitz bei Nauen (Havelland) einen Mitarbeiter des Veterinäramtes erschossen. Drei Mitarbeiter des Amtes hätten den Bauern am Vormittag aufgesucht, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg. Sie wollten offenbar die meisten Rinder des Bauers mitnehmen. Daraufhin habe der Rentner mit einer Schrotflinte geschossen. Streifenpolizisten konnten ihn später überwältigen und festnehmen. Der Vorfall ereignete sich gegen 09.44 Uhr.

          Als zwei Viehtransporter anrollten und die Behördenmitarbeiter auf den Hof kamen, habe der Bauer vor Wut laut gebrüllt, schilderte ein Nachbar, der schräg gegenüber im Dorf wohnt. „Dann fuchtelte er mit der Waffe herum“, sagte der Augenzeuge. Erst habe er einen Schuss und dann noch einen gehört.

          Nach Polizeiangaben wurde ein Mitarbeiter tödlich getroffen. Seine beiden Kollegen blieben unverletzt. Sie stünden unter Schock, sagte der Polizeisprecher. Der Landwirt sei weiter mit der Waffe in der Hand über seinen Hof gelaufen, berichtete der Augenzeuge. An der Haltestelle vor dem Hof habe gerade ein Bus gehalten. Ein anderer Nachbar habe Polizei und Feuerwehr alarmiert. Als nach einer Stunde niemand gekommen sei, habe er in einer Zeitungsredaktion angerufen und um Hilfe gebeten.

          „Die Tiere waren sein Ein und Alles“, sagte der Nachbar über den Siebzigjährigen. In der Vergangenheit sei der Hof in der Mitte des kleinen Dorfes immer vorzeigbar gewesen. Doch in letzter Zeit sei dem Landwirt, der nur im Nebenerwerb tätig war, wohl alles über den Kopf gewachsen. Rinder seien unbeaufsichtigt geblieben und sogar auf der Straße umhergelaufen. „Unsere Ratschläge, die Tierhaltung aufzugeben, wollte er nicht hören“, sagte der Mann Nach Beschwerden sei schließlich das Veterinäramt eingeschaltet worden.

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