https://www.faz.net/-gum-73g9x

Landkreis Oder-Spree : Entführung mit Parallelen zu früherem Fall

  • -Aktualisiert am

Falls seine Geldforderung unerfüllt bliebe, würde er sein Opfer „zum Krüppel“ machen, soll der maskierte Täter (hier auf einem Phantombild) gesagt haben. Bild: dpa

Ein Unternehmer wird entführt, seine Frau muss ihn vor den Augen des Kindes fesseln. Zwei Tage später kann er sich aus der Geiselhaft befreien. Die Polizei entdeckt Parallelen zu einem anderen Fall.

          1 Min.

          Ein 51 Jahre alter Investment-Unternehmer ist am Freitagabend in seinem Haus in Storkow (Landkreis Oder-Spree) entführt worden, konnte jedoch am Sonntag unverletzt aus der Geiselhaft entkommen. Bei seiner Entführung wurde nach Angaben der Polizei vom Montag die gleiche Waffe benutzt wie bei Überfällen auf eine andere Unternehmerfamilie. Die Ermittler fanden in dem Haus des Opfers in Storkow das Projektil einer tschechischen Waffe.

          „Parallelen zu dem Fall der Familie P. liegen sehr nahe“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Carlo Weber am Montag in Frankfurt (Oder). „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass derselbe Täter erneut zugeschlagen hat.“ Im Oktober 2011 hatte ein maskierter Mann auf die Tochter des Unternehmers P. geschossen. Die junge Frau blieb unversehrt, ein Wachmann wurde aber schwer verletzt. Zuvor war die Ehefrau des Unternehmers vor der Villa niedergeschlagen und schwer verletzt worden.

          Laut Polizei war der Entführer von Storkow in das Haus des Einundfünfzigjährigen eingedrungen und hatte einen Schuss in die Decke abgegeben. Falls seine Geldforderung unerfüllt bliebe, habe er gesagt, würde er sein Opfer „zum Krüppel“ machen und sich des Kindes bemächtigen. Die Ehefrau musste ihren Mann vor den Augen der Tochter fesseln und ihm Mund und Augen verkleben. Der Täter habe sein Opfer hinausgeschleppt und in einen angrenzenden See geworfen. Dort musste sich der Mann an einem Kahn festhalten. So sei er durch den See gezogen worden, bis es einen Umstieg auf ein Ruderboot gab.

          Auf einer Schilfinsel erhielt das Entführungsopfer dann laut Polizei trockene Kleidung und wurde in Folie gewickelt. Der Entführte konnte sich später befreien und seinem Peiniger in der Dunkelheit entkommen. Bei seiner Flucht durch das Wasser soll der Täter, der vermutlich geschlafen hatte, ihn noch verfolgt haben. In Wendisch-Rietz lief das Opfer auf ein Wohnhaus zu und bat um Hilfe. Seine Frau hatte die Anweisung missachtet, nicht die Polizei einzuschalten. 300 Beamte waren im Einsatz.

          Weitere Themen

          Nach Tui sagt auch DER Touristik Reisen nach Spanien ab

          Wegen Reisewarnung : Nach Tui sagt auch DER Touristik Reisen nach Spanien ab

          Wegen steigender Corona-Zahlen in Spanien hat die Bundesregierung fast das ganze Land zum Risikogebiet erklärt. Die ersten Anbieter sagen Pauschalreisen ab. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach warnt: „Wir müssen leider mit vielen infizierten Rückkehrern rechnen.“

          Einfach Prinzessin

          Anne wird 70 : Einfach Prinzessin

          Anne, die Tochter von Elisabeth II., ist seit Jahren eine Macht im britischen Königshaus – ohne viel Aufhebens um sich zu machen. Nun feiert sie ihren 70. Geburtstag.

          Topmeldungen

          Eine Frau arbeitet während des Lockdown von zuhause aus.

          Arbeitsrecht : Was Chefs in Corona-Zeiten dürfen

          Sind Zwangstests auf Covid-19 erlaubt? Was gilt für brisante Daten? Können Kosten für das Homeoffice steuerlich abgesetzt werden? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Arbeitsrechts-Fragen in Bezug auf die Pandemie.

          8:2-Gala gegen FC Barcelona : Alle Achtung, FC Bayern!

          Die Münchner demütigen den einst so großen FC Barcelona mit Lionel Messi im Viertelfinale der Champions League. Das 8:2 erinnert an das deutsche 7:1 im WM-Halbfinale 2014. Doch für den FC Bayern hat die Sache nicht nur einen Haken.
          43:56

          Digitec-Podcast : Kampf um Tiktok

          Präsident Trump droht mit Verbannung, Microsoft verhandelt eine Übernahme: Was aus der besonders unter Jugendlichen beliebten App wird, diskutieren wir mit Tiktok-Fachmann Adil Sbai.

          Republikaner begehren auf : Amerika oder Trump!

          Die härtesten Kritiker des Präsidenten finden sich in den eigenen Reihen. Konservative machen gegen ihn im Netz mobil. Ihre Botschaft ist eindeutig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.