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Lager Stutthof bei Danzig : Ermittlungen gegen 92 Jahre alten ehemaligen KZ-Wachmann

  • Aktualisiert am

Früheres KZ: Der Eingang zum Stutthof-Museum in Sztutowo (Polen). Bild: dpa

Die Staatsanwälte versuchen weiter, die letzten lebenden NS-Täter vor Gericht zu bringen. Der Verdächtige lebt in der Nähe von Wuppertal und soll bei Kriegsende an Massentötungen beteiligt gewesen sein.

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          Nazi-Jäger haben in Nordrhein-Westfalen Ermittlungen gegen einen früheren Wachmann des deutschen Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig aufgenommen. Gegen den 92 Jahre alten Mann aus dem Raum Wuppertal wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum Mord ermittelt.

          Als SS-Mann sei er den Ermittlungen zufolge in der Endphase des Lagers eingesetzt gewesen, als in Stutthof viele Menschen vergast worden seien, sagte Andreas Brendel von der NRW-Schwerpunktstaatsanwaltschaft für NS-Verbrechen in Dortmund der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorwürfe streite der Mann ab. Er sei zwar in Stutthof eingesetzt gewesen, beteuere aber, bei Tötungen nicht dabeigewesen zu sein und auch nichts davon mitbekommen zu haben.

          Justiz verfolgt weitere Fälle

          In einem weiteren Stutthof-Fall wird seit 2016 gegen einen ehemaligen Wachmann aus dem Münsterland ermittelt. Der Mann, der zwischen 1942 und 1944 in Stutthof eingesetzt gewesen sein soll, ist bereits vernommen worden. Er streite die Vorwürfe ebenfalls ab, berichtete Brendel.

          Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass die Wachleute direkt an Morden beteiligt waren, sehen sie aber als Teil der Mordmaschinerie. In zwei Auschwitz-Verfahren kam es bereits in den vergangenen Jahren zu Verurteilungen wegen Beihilfe zum Mord. Zuvor war Mordbeihilfe in NS-Fällen kaum verfolgt worden.

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