https://www.faz.net/-gum-pwfr

Kriminalität : Rund 1,4 Tonnen Kaviar eingeschmuggelt

  • Aktualisiert am

Schmuggelware: Kaviar im Wert von 700.000 Euro Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Einer der größten Kaviar-Schmuggelfälle ist dem deutschen Zoll ins Netz gegangen. Die Fahnder konnten 1,4 Tonnen Kaviar mit einem Schwarzmarktwert von rund 700.000 Euro sicherstellen.

          1 Min.

          Der Zoll hat einen der größten Kaviar-Schmuggel-Fälle in Deutschland aufgedeckt. Zwei Geschäftsmänner aus Hannover und Frankfurt sollen innerhalb eines Jahres mindestens 1,4 Tonnen Kaviar mit einem Schwarzmarktwert von rund 700.000 Euro eingeschmuggelt haben, teilte das Zollfahndungsamt Essen am Donnerstag mit.

          Durch die entgangenen Zollabgaben entstand zudem ein Schaden von rund 200.000 Euro. Die Ermittlungen kamen ins Rollen, nachdem ein 43 Jahre alter Mann aus Hannover Fahndern in Frankreich mit 37 Kilo feinstem Beluga-Kaviar ins Netz gegangen war.

          Hunderte von Kaviardosen- Etiketten

          Die Ermittler überprüften seine Geschäftskontakte und durchsuchten daraufhin Firmen in Hamburg und Frankfurt. Dabei führte eine Spur auch zu einem 59 Jahre alten Frankfurter. Bei einem Hamburger Händler fanden die Beamten 68 Dosen mit insgesamt 24 Kilo Kaviar sowie eine große Menge leerer Kaviardosen. In der Wohnung des einschlägig vorbestraften 43jährigen in Hannover entdeckten die Fahnder Hunderte von Kaviardosen- Etiketten.

          Schwarzes Gold und begehrte Delikatesse: Kaviar
          Schwarzes Gold und begehrte Delikatesse: Kaviar : Bild: AP

          Für seine Geschäfte hatte der 43 Jahre alte Mann alte Kopien von Genehmigungen der Naturschutzbehörden benutzt, die auf fremde Firmen in Nordrhein-Westfalen ausgestellt waren. Der Zoll ermittelt gegen die beiden 43 und 59 Jahre alten Männer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz.

          450 Tiere getötet

          Nach Angaben des Zollamtes wurden für die Schmuggelgeschäfte mehr als 450 Tiere getötet. „Mir ist kein größerer Fall aus den vergangenen Jahren bekannt“, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes. Seit 1997 stehen weltweit alle Störarten und ihr Rogen - die Eier, aus denen Kaviar hergestellt wird - unter Artenschutz. Für den Handel ist eine Genehmigung des Bundesnaturschutzamtes erforderlich.

          Weitere Themen

          Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 63,1

          RKI-Zahlen : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 63,1

          Die Richtung stimmt: 10.696 Corona-Neuinfektionen sind weniger als vor einer Woche, und die Inzidenz geht weiter zurück. Die USA machen mit einer ersten Zulassung nun den Weg frei für Auffrischungs-Impfungen.

          Topmeldungen

          In einer Frankfurter Hausarztpraxis wird eine Patientin geimpft.

          RKI-Zahlen : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 63,1

          Die Richtung stimmt: 10.696 Corona-Neuinfektionen sind weniger als vor einer Woche, und die Inzidenz geht weiter zurück. Die USA machen mit einer ersten Zulassung nun den Weg frei für Auffrischungs-Impfungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.